25 May 2026, 02:19

Elterngeld-Kürzungen: Warum Familienverbände und Politiker Alarm schlagen

Former Family Minister Giffey Warns Against Cuts to Parental Allowance

Elterngeld-Kürzungen: Warum Familienverbände und Politiker Alarm schlagen

Elterngeld in Deutschland: Sparpläne der Regierung sorgen für scharfe Kritik

Die Leistungen für Elternzeit in Deutschland könnten drastisch gekürzt werden, da die Regierung ihre Ausgaben reduzieren will. Familienministerin Karin Prien (CDU) plant Berichten zufolge Einsparungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro in ihrem Ressort. Der Vorstoß stößt bei Politikern und Familienverbänden auf breite Ablehnung.

Das staatliche Elterngeld, das seit seiner Einführung 2007 weitgehend unverändert blieb, ersetzt Eltern einen Teil ihres Einkommens, während sie sich um ihr Kind kümmern. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach sich nun gegen die geplanten Kürzungen aus und betonte, dass diese Zahlungen essenziell für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien. Zudem helfe das Elterngeld Eltern, schneller in den Job zurückzukehren.

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Aktuell beziehen 74 Prozent der Elternzeitbezieherinnen Frauen – ein Ungleichgewicht, gegen das Giffey seit Langem eine gerechtere Aufteilung zwischen den Partnern fordert. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die Debatte über Kürzungen ein „verheerendes Signal“ für Familien. Stattdessen plädierte sie für stärkere Anreize zur gleichberechtigten Care-Arbeit und eine Ausweitung der Partnermonate.

Die geplanten Einsparungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Geburtenrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken ist. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, übt Kritik an den möglichen Kürzungen. Diese würden Familien zusätzlich belasten, die ohnehin schon unter wirtschaftlichem Druck stünden, argumentiert er.

Die Sparpläne der Regierung rücken die Elternzeitleistungen nun in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Angesichts sinkender Geburtenzahlen und der Tatsache, dass nach wie vor vor allem Frauen in Elternzeit gehen, könnten Änderungen der Regelungen langfristige Auswirkungen auf die Familienpolitik haben. Kritiker fordern stattdessen, die Unterstützung jetzt zu stärken – und nicht zu schwächen.

Quelle