18 June 2026, 12:22

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernprojekt und setzt auf kostengünstige Sanierung

Im Osten und Westen gibt es immer noch den bescheidenen Modernen

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernprojekt und setzt auf kostengünstige Sanierung

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues, vom Architekturbüro Snøhetta entworfenes Opernhaus im Wert von einer Milliarde Euro aufgegeben. Das Projekt wurde aufgrund explodierender Kosten gestoppt, die auf geschätzte 1,8 Milliarden Euro angewachsen waren. Stattdessen setzt die Stadt nun auf die Modernisierung des bestehenden Opernhauses am Hofgarten – zu einem Bruchteil der ursprünglichen Summe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ursprünglich hatte Düsseldorf das Grundstück für die geplante, nun abgesagte Oper für 137 Millionen Euro erworben. Doch angesichts der unkontrollierbar gestiegenen Kosten entschied man sich, den Entwurf von Snøhetta fallen zu lassen.

Die Sanierung des aktuellen Opernhauses wird nun auf 400 bis 500 Millionen Euro geschätzt. Das Architekturbüro raumwerk schlägt ein Design vor, das eine zweite Hülle um das Gebäude, eine Erweiterung des Foyers sowie eine Kapazitätssteigerung um 25 Prozent umfasst. Zudem soll die Oper durch landschaftsarchitektonische Maßnahmen optisch mit benachbarten Kultureinrichtungen verknüpft werden.

In Rostock entsteht derzeit ein neues Theater des Büros Hascher Jehle, dessen Baukosten auf 208 Millionen Euro veranschlagt werden. Gleichzeitig stellte das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin das historische Volkstheater, das 1943 erbaut wurde, unter Schutz. Damit wurde der Plan der CDU vereitelt, das Gebäude für Neubauten abzureißen.

Düsseldorfs Umstieg auf die Modernisierung der bestehenden Oper spart die 1,8 Milliarden Euro für einen Neubau. Die Sanierung schafft mehr Kapazitäten und verbessert die Anbindung an die umliegenden Kulturstätten. In Rostock bleibt das unter Denkmalschutz gestellte Volkstheater erhalten, während in der Nähe ein neues Theater Form annimmt.

Quelle