28 December 2025, 20:37

DRK-Präsidentin warnt: Deutschland ist auf große Krisen nicht vorbereitet

Ein Mann auf einer Trage unter einem Zelt mit vier stehenden Männern in der Nähe und einer Erste-Hilfe-Box in der unteren rechten Ecke.

DRK-Präsidentin warnt: Deutschland ist auf große Krisen nicht vorbereitet

Bundesregierung ist auf eine große Krise nicht vorbereitet, warnt die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt. Die Organisationsoberin betont, dass das Land für worst-case-Szenarien unzureichend gerüstet sei, und drängt auf dringende Reformen, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in Deutschland** in Notlagen zu stärken.

Hasselfeldt wies auf erhebliche Mängel in der Katastrophenvorsorge hin. Sie forderte Haushalte auf, Grundvorräte für mindestens drei Tage anzulegen – idealerweise sogar für zwei Wochen. Dazu gehören Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente sowie eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio.

Doch es geht nicht nur um Vorräte: Hasselfeldt plädiert für eine flächendeckende Schulung in Erster Hilfe und Notfallversorgung. Ihr Vorschlag sieht vor, die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) ab der 7. Klasse zu unterrichten – mit zwei Übungsstunden pro Jahr. Bisher hat keine deutsche Schule dieses konkrete Modell übernommen. Zudem rief die DRK-Präsidentin dazu auf, dass mehr Menschen Erste-Hilfe-Kurse besuchen, die auch Selbstschutzmaßnahmen vermitteln. Ziel ist eine Gesellschaft, die im Ernstfall besser handeln kann, bevor professionelle Hilfe eintrifft.

Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das DRK die aktuelle Krisenvorsorge in Deutschland als unzureichend bewertet. Hasselfeldts Forderungen zielen auf praktische Schritte: bessere Ausbildung, grundlegende Vorräte und frühzeitige Vermittlung lebensrettender Fähigkeiten. Ohne diese Maßnahmen, so ihre Überzeugung, bleibt das Land in einer großflächigen Notsituation verletzlich.