Drei Ludwigsburger verlieren Ersparnisse durch perfiden Anlagebetrug
Brigitta SchülerDrei Ludwigsburger verlieren Ersparnisse durch perfiden Anlagebetrug
Drei Anwohner des Landkreises Ludwigsburg nach Investment-Betrug um Ersparnisse gebracht
Drei Bewohner des Landkreises Ludwigsburg sind Opfer eines Anlagebetrugs geworden, der ihnen schnelle und einfache Gewinne versprochen hatte. Die Betrüger lockten sie über Werbeanzeigen auf Videoplattformen und in sozialen Medien an und überredeten sie, sich bei einem kostenlosen Nachrichtendienst zu registrieren. Jedes Opfer wurde dazu gebracht, Geld zu überweisen – doch als sie ihre Auszahlungen beantragten, verlangten die Kriminellen gefälschte Gebühren, woraufhin die Ersparnisse verschwanden.
Ein 22-jähriger Mann verdiente zunächst kleine Beträge durch einfache Online-Aufgaben wie das Vergeben von Likes. Später wurde er unter Druck gesetzt, 1.500 Euro in Kryptowährung zu investieren – das Geld war nach der Überweisung weg.
Eine 48-jährige Frau und ein 49-jähriger Mann wurde ihnen jeweils versichert, ihr Geld werde "für sie arbeiten" und hohe Renditen abwerfen. Als sie versuchten, ihre angeblichen Gewinne abzuziehen, forderten die Betrüger zusätzliche Zahlungen. Die Frau stoppte die Überweisungen nach einem Verlust von 500 Euro und erstattete Anzeige. Der Mann hingegen überwies weitere 2.600 Euro in der Hoffnung, seine angeblichen über 10.000 Euro Auszahlung freizuschalten. Erst als die Forderungen nach weiteren Zahlungen nicht enden wollten, wurde er misstrauisch.
Die Polizei warnt, dass eine Rückholung des Geldes nahezu unmöglich ist, sobald es auf ein anderes Konto – insbesondere im Ausland – überwiesen wurde. Behörden wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bieten Hinweise, wie man solche Betrugsmaschen erkennt und vermeidet.
Das Polizeipräsidium Ludwigsburg ruft Betroffene oder Verdächtige auf, sich unter der Telefonnummer +49 7141 18-8777 oder per E-Mail an [email protected] zu melden. Die drei Geschädigten haben zwar Anzeige erstattet, doch die Aussichten, ihr Geld zurückzuerhalten, sind gering. Die Ermittlungen laufen derweil weiter, während die Behörden die Bevölkerung vor vermeintlich lukrativen, aber unseriösen Anlageangeboten warnen. Aktuell liegen keine bundesweiten Statistiken zu ähnlichen Fällen vor.






