31 January 2026, 04:48

Dorothee Bär erhält den "Orden gegen tödlichen Ernst" für politischen Humor

Ein Schwarz-Weiß-Porträt von Sir Hugh Palliser Bar in Anzug und mit ernstem Gesichtsausdruck, mit Text am unteren Bildrand.

Dorothee Bär erhält den 'Orden wider den tierischen Ernst' - Dorothee Bär erhält den "Orden gegen tödlichen Ernst" für politischen Humor

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erhält diesen Samstag in Aachen den Orden gegen tödlichen Ernst. Die von der Aachener Karnevalsgesellschaft (AKV) verliehene Auszeichnung würdigt ihren Humor und ihre Menschlichkeit im öffentlichen Leben. Bär reiht sich damit in eine lange Liste von Politikern ein, die es verstehen, ihren Amtspflichten mit Leichtigkeit zu begegnen.

Bei der feierlichen Übergabe wird Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine Laudatio halten. Die Veranstaltung rückt Bärs ungewöhnlichen politischen Stil in den Fokus, der Witz und offizielle Verantwortung vereint.

Der Orden gegen tödlichen Ernst wurde erstmals 1950 an einen britischen Militärankläger verliehen, der einen Gefangenen für den Karneval freiließ. Seither entwickelte er sich zu einer besonderen Ehrung für Persönlichkeiten, die Autorität mit Humor verbinden. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Bundeskanzler wie Konrad Adenauer, Helmut Schmidt und der heutige CDU-Vorsitzende Friedrich Merz.

Als 76. Trägerin der Auszeichnung ist Bär vor allem für ihre selbstironischen und fantasievollen Auftritte bei den Fastnachtsfeiern in Franken bekannt. Ihre Darstellung der Kaiserin Sisi bleibt dabei ein unvergesslicher Höhepunkt. Die AKV beschreibt ihren Humor als persönliches Markenzeichen und zugleich als bewusst eingesetztes politisches Werkzeug.

Bei der Annahme des Preises betonte Bär ihre Dankbarkeit für die Anerkennung ihres lockeren Stils. Sie versteht die Ehrung als Bestätigung dafür, dass man sich auch im Amt selbst nicht zu ernst nehmen darf. Die Verleihung findet im Rahmen der 58. Auflage der Veranstaltung statt, die von der Theodor-Heuss-Stiftung in Stuttgart organisiert wird – in diesem Jahr jedoch mit besonderem Fokus auf Bärs Beitrag zur politischen Kultur.

Die Auszeichnung unterstreicht Bärs Ruf, Humor mit ihren ministeriellen Pflichten zu verbinden, und stellt sie in die Tradition einer ausgewählten Riege von Politikern, die mit Witz die Nähe zur Bevölkerung suchen. Die Zeremonie wird einmal mehr die Wertschätzung für jene zum Ausdruck bringen, die ihren Ämtern mit Menschlichkeit begegnen.