Digitaler Grenzcheck: Flughafen Friedrichshafen führt EES im Januar 2026 ein
Gerd BuchholzDigitaler Grenzcheck: Flughafen Friedrichshafen führt EES im Januar 2026 ein
Neues digitales Grenzkontrollsystem am Flughafen Friedrichshafen: Start des europäischen Einreise-Ausreise-Systems (EES) am 15. Januar 2026
Am Flughafen Friedrichshafen am Bodensee wird bald ein neues digitales Grenzkontrollsystem eingeführt. Das europäische Einreise-Ausreise-System (EES) geht dort am 15. Januar 2026 an den Start und ersetzt die manuellen Passkontrollen. Die Behörden bereiten sich darauf vor, den Übergang für Reisende so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Das EES ist ein schengenweites System, das die Bewegungen von Drittstaatsangehörigen erfasst. Es speichert Passdaten, biometrische Merkmale sowie das genaue Datum und den Ort jeder Ein- und Ausreise. Damit wird das bisherige Stempelsystem in Pässen abgelöst – ein Schritt, der sowohl illegale Überaufenthalte verringern als auch Identitätsbetrug erschweren soll.
Bis April 2026 wird das System in der gesamten Schengenzone voll funktionsfähig sein. Für Reisende aus der EU, Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz ändert sich an den Grenzkontrollen nichts. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH und die Bundespolizei arbeiten eng zusammen, um mögliche Beeinträchtigungen für Passagiere so gering wie möglich zu halten. Ausführliche Informationen zu den neuen Anforderungen finden sich auf der offiziellen Website der Bundespolizei unter bundespolizei.de/reisen.
Mit dem EES vollzieht sich am Flughafen Friedrichshafen der Wechsel von papierbasierten zu digitalen Grenzkontrollen. Betroffen sind vor allem Nicht-EU-Bürger, die sich kurzfristig im Schengenraum aufhalten – für sie werden biometrische Kontrollen zum Standard. Die vollständige Einführung des Systems soll die Sicherheitsverfahren an den Schengen-Grenzen effizienter gestalten.