11 June 2026, 06:15

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus und Doppelmoral

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus und Doppelmoral

Der Satiriker Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden, der höchsten Ehrung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Auszeichnung würdigt sein Engagement im Kampf gegen Doppelmoral und Antisemitismus in der öffentlichen Debatte. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem ehemalige deutsche Bundespräsidenten sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, überreichte die Auszeichnung. Er lobte Nuhr dafür, dass dieser konsequent antisemitische Erzählmuster und ungerechte Darstellungen in Medien und Rundfunk hinterfragt. Schuster kritisierte zugleich deutsche Medien für ihre doppelten Standards bei der Berichterstattung über Israel und das Judentum.

In seiner Dankesrede wies Nuhr auf die Ausbreitung von Antisemitismus über rechtsextreme Kreise hinaus hin. Er verwies auf dessen Präsenz in linksextremen Milieus und unter kulturellen Eliten. Zudem äußerte er Besorgnis über den Rückgang unabhängigen Denkens und den Aufstieg von Konformismus in der Gesellschaft.

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Ahmed Mansour würdigte Nuhr für seinen Mut, Meinungen zu äußern, die viele teilen, aber aus Sorge vor Konsequenzen nicht offen aussprechen. Der nach dem Rabbiner Leo Baeck benannte Preis ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert.

Zum ersten Mal geht der Leo-Baeck-Preis damit an einen Satiriker. Nuhr reiht sich damit in die Liste renommierter Preisträger ein, zu denen auch bedeutende politische Persönlichkeiten gehören. Seine Auszeichnung unterstreicht die fortwährende Notwendigkeit, Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen gesellschaftlich zu bekämpfen.

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