Die Linke wirbt mit Muttersprache um Wähler:innen mit Migrationshintergrund
Brigitta SchülerDie Linke wirbt mit Muttersprache um Wähler:innen mit Migrationshintergrund
Die Linke in Baden-Württemberg wirbt mit direkter Ansprache um Wähler:innen mit Migrationshintergrund
Mit einer neuen Kampagne spricht der Landesvorsitzende Jan van Aken gezielt Menschen mit Migrationsgeschichte in ihren Herkunftssprachen an. Damit will die politische Partei eine Wählergruppe erreichen, die von der etablierten Politik oft vernachlässigt wird.
Den Auftakt machte ein Videoclip auf Italienisch, in dem van Aken über bezahlbaren Wohnraum spricht und zur Unterstützung bei der Landtagswahl am 8. März aufruft. Weitere Beiträge sollen auf Social Media folgen – jeweils mit van Aken in einer anderen Sprache.
Geplant sind Grußbotschaften und kurze Appelle auf Türkisch, Griechisch, Bosnisch und Arabisch. Die Partei will damit Respekt zeigen, indem sie Wähler:innen in ihrer Muttersprache anspricht. Umfragen deuten darauf hin, dass sich der Aufwand lohnen könnte: Aktuell liegt Die Linke landesweit bei sieben Prozent – und damit sicher über der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament.
Besonders stark ist die Zustimmung unter Menschen mit Migrationshintergrund. Während die Partei bei Wähler:innen ohne Migrationsgeschichte auf zehn Prozent kommt, liegen die Werte in dieser Gruppe bei zwölf Prozent. Die Kampagne soll diesen Trend bis zur Wahl weiter verstärken.
Die Strategie der Linken unterstreicht ihren Fokus auf Inklusion im Wahlkampf. Durch die direkte Ansprache von Migrant:innengemeinschaften in deren Sprachen hofft die Partei, ihre Stimmen zu gewinnen. Die Wahl wird zeigen, ob dieser Ansatz ihre Position im Landtag festigt.






