15 December 2025, 02:39

Die Grünen starten mit junger Führung in eine pragmatische Zukunft

Ein grünes Oldtimer-Auto fährt auf einer Straße mit Bäumen und Wiesen im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Die Grünen starten mit junger Führung in eine pragmatische Zukunft

Analyse des Grünen-Parteitags

Jung, weiblich, mutig – und pragmatisch statt moralinsauer: Kolumnist Udo Knapp glaubt, dass die Parteiführung um Brantner, Lang und Co. eine neue Phase grüner Politik einläuten könnte.

Die Grünen prägen unter einer neuen Führungsriege eine kühne Neuausrichtung. Mit über 180.000 Mitgliedern setzt die Partei auf pragmatischen Wandel, der auf Ehrlichkeit, lokale Verantwortung und generationenübergreifende Zusammenarbeit gegründet ist. Schlüsselfiguren wie Franziska Brantner, Ricarda Lang und Cem Özdemir treiben diese Transformation voran – rechtzeitig vor den Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg.

Die nächste Generation der Parteispitze ist jung, selbstbewusst und eng mit den Kommunen verbunden. Brantner hat vier Leitprinzipien formuliert: Ehrlichkeit, lokale Rechenschaftspflicht, die Überbrückung von Generationskonflikten und die Durchbrechung der Macht von Tech-Milliardären über das Internet. Özdemir hingegen positioniert die Grünen als Verbündete von Arbeitnehmern wie auch von Industrievertretern – insbesondere in der Automobilbranche – und betont Pragmatismus als Weg zum Fortschritt.

Die Grünen knüpfen Bündnisse, um ökologischen und wirtschaftlichen Wandel voranzutreiben. Ihr Wahlprogramm für 2026 vereint Bildungs-, Klima- und Wirtschaftsprioritäten. Der Erfolg wird davon abhängen, diese Pläne in die Tat umzusetzen, ohne die Kernwerte von Transparenz und Bürgerbeteiligung aus den Augen zu verlieren.