Deutschlands Kohleausstieg erreicht historischen Wendepunkt nach über einem Jahrzehnt Stillstand
Brigitta SchülerDeutschlands Kohleausstieg erreicht historischen Wendepunkt nach über einem Jahrzehnt Stillstand
Deutschlands Abkehr von der Kohleenergie hat einen Wendepunkt erreicht. Seit 2009 wurden keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt, und bestehende Projekte stehen vor finanziellen Unsicherheiten. Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass die Energiewende das Kohlezeitalter in Deutschland hinter sich lässt.
Die letzte genehmigte Kohleanlage war Block 9 des Kraftwerks Mannheim – und das bereits im Jahr 2009. Seither wurden sechs geplante Kohleprojekte gestrichen. Zwei Anlagen, die Ende 2020 ans Netz gingen, hatten ihre Baugenehmigungen bereits 2005 und 2006 erhalten.
Die acht derzeit im Bau befindlichen Kohlekraftwerke begannen alle vor 2009. Seit dem beschlossenen Atomausstieg im März 2011 wurde mit keinem Neubau mehr begonnen. Der Energieexperte Craig Morris hat Behauptungen über die deutsche Energiewende überprüft und festgestellt, dass seit 2009 keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt wurden.
Steigende Strompreise haben nun alle verbleibenden konventionellen Kohleprojekte auf Eis gelegt. Mindestens zehn einst geplante Anlagen wurden gestoppt – die Zukunft der Branche wirkt zunehmend ungewiss.
Der Kohlesektor in Deutschland schrumpft unter wachsendem wirtschaftlichen Druck. Das letzte genehmigte Projekt liegt über ein Jahrzehnt zurück, und seit 2009 hat kein Neubau mehr begonnen. Ohne neue Genehmigungen oder wirtschaftliche Tragfähigkeit scheint die Rolle der Kohle im deutschen Energiemix immer weiter zu schwinden.






