30 June 2026, 08:18

Deutschland verbietet "Muslim Interaktiv" wegen extremistischer Verbindungen

Altes AfD-Video über die CDU und 'Muslim Interaktiv' geht erneut viral

Deutschland verbietet "Muslim Interaktiv" wegen extremistischer Verbindungen

Deutschland hat den Verein Muslim Interaktiv verboten und dabei auf extremistische Verbindungen verwiesen. Die Entscheidung fiel im November 2025 nach jahrelanger Prüfung der mutmaßlichen Verbindungen zur verbotenen Organisation Hizb ut-Tahrir. Der Schritt folgt auf politische Debatten und Geheimdienstbewertungen über die Aktivitäten der Gruppe.

Bedenken gegenüber Muslim Interaktiv nahmen ab Mitte 2024 zu. Bereits im Juni jenes Jahres hatte der Hamburger Verfassungsschutz den Verein als „gesichert extremistisch“ eingestuft. Diese Einordnung erfolgte, während der Bundestag über einen Antrag zur Ächtung der Organisation abstimmen wollte.

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Die AfD-Fraktion hatte ihren Verbotsantrag im Mai 2024 eingebracht. Am 13. Juni 2024 lehnte der Bundestag den Antrag ab – mit Zustimmung von CDU, SPD, FDP, Grünen und der Linken zur Ablehnung. Die BSW enthielt sich, während die CDU der AfD vorwarf, sie unterscheide nicht zwischen Islam und Islamismus.

Schon im April 2024 hatte die CDU einen eigenen Antrag vorgelegt, um politischen Islam auf Bundesebene zu bekämpfen. Auch dieser wurde von der Ampelkoalition abgelehnt. Ein Video, das auf den AfD-Antrag Bezug nahm, wurde am Tag der Abstimmung von Baumann auf Facebook gepostet.

Das Bundesinnenministerium verbot Muslim Interaktiv schließlich im November 2025. Behörden begründeten dies damit, dass die Gruppe den Islam als einziges gesellschaftliches Modell durchsetzen und staatliche Autorität ablehnen wollte. Das Verbot markiert das Ende eines langwierigen politischen und juristischen Prozesses. Die Aktivitäten und die ideologische Haltung von Muslim Interaktiv führten nach deutschem Recht zu dessen Verbot. Die Entscheidung steht im Kontext der anhaltenden Bemühungen, extremistische Organisationen im Land zu bekämpfen.

Quelle