06 February 2026, 12:54

Deutschland schiebt erstmals seit 13 Jahren wieder Straftäter nach Syrien ab

Eine Gruppe von Menschen, einige mit Taschen, geht auf einem Schotterweg mit einem Hund und einem von Pferden gezogenen Wagen, im Hintergrund sind Häuser und ein klarer Himmel zu sehen; unten steht der Text "Deutsche Flüchtlinge in Deutschland".

Kriminelle Ausländer: Lorek fordert Druck auf Heimatländer - Deutschland schiebt erstmals seit 13 Jahren wieder Straftäter nach Syrien ab

Deutschland hat nach einer 13-jährigen Pause wieder Abschiebungen nach Syrien aufgenommen. Der Schritt folgt einer Politikänderung im Jahr 2024, die die Abschiebung von verurteilten Straftätern und Sicherheitsrisiken in Baden-Württemberg ermöglicht. Bisher wurde unter den neuen Regelungen erst ein syrischer Straftäter abgeschoben.

Abschiebungen nach Syrien waren 2011 wegen des Bürgerkriegs ausgesetzt worden. Ende 2024 kündigte Deutschland an, bestimmte Personen wieder zurückzuschicken – ausschließlich solche mit schweren Vorstrafen oder die eine Sicherheitsgefahr darstellen.

Eine spezielle Taskforce in Baden-Württemberg befasst sich seit acht Jahren mit Fällen gefährlicher ausländischer Straftäter. Seit ihrer Gründung hat die Einheit 618 Hochrisiko-Täter und Wiederholungstäter abgeschoben. Kürzlich bearbeitete sie fast 900 Fälle, wies 585 Straftäter aus und überprüfte die Identität von 341 Verdächtigen.

Alleine in Baden-Württemberg stehen derzeit 33 syrische Straftäter vor der Abschiebung. Einige befinden sich bereits in Haft und warten auf ihre Ausreise. Bundesweit ist unklar, wie viele syrische Kriminelle seit Dezember 2025 tatsächlich abgeschoben wurden. Akten zufolge wurde bis Januar 2026 mindestens ein weiterer Täter nach Damaskus zurückgeführt. Zwar schob Deutschland 2025 über 21.000 Menschen ab, doch eine genaue Aufschlüsselung für Syrien-Abschiebungen fehlt.

Die Wiederaufnahme der Abschiebungen markiert einen deutlichen Wandel in Deutschlands Umgang mit ausländischen Straftätern. Die Taskforce in Baden-Württemberg konzentriert sich weiterhin auf Hochrisiko-Personen, während Dutzende syrische Fälle noch anhängig sind. Die Behörden haben keine vollständige Zahl der seit der Politikänderung nach Syrien Rückgeführten veröffentlicht.