Dermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
Brigitta SchülerDermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
In Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Pläne zur Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Anwohner, Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das geplante Windvorranggebiet W 14 sowie ein Teilplan zur Entwicklung erneuerbarer Energien.
Die Gemeinde präsentierte den zweiten Entwurf ihres Teilplans für Windenergie. Dieser umfasst 40 neue Windvorranggebiete auf einer Fläche von etwa 7.483 Hektar. Damit wird zwar das Ziel Thüringens für 2027 übertroffen, die Vorgaben für 2032 werden jedoch verfehlt.
Während der Versammlung äußerten die Anwohner erhebliche Bedenken. Viele sorgten sich um gesundheitliche Auswirkungen, die Zerstörung der Landschaft und fehlende Lösungen zur Energiespeicherung. Einige forderten eine direkte Bürgerbeteiligung oder eine Volksabstimmung zu dem Thema.
Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ unterstützte die Teilnehmer bei der Formulierung und Einreichung offizieller Einsprüche. Bürgermeister Thomas Hugk betonte, dass sowohl die Vorteile als auch die Risiken der Windenergie abgewogen werden müssten. Später bedankte er sich bei den Teilnehmern für die respektvolle und konstruktive Diskussion.
Die Veranstaltung zeigte die tiefen Meinungsverschiedenheiten über das Windenergieprojekt auf. Der vorgeschlagene Plan wird mit erweiterten Vorranggebieten weiterverfolgt. Die Sorgen der Bürger und die Unterstützung durch die Bürgerinitiative werden die nächsten Schritte im Prozess prägen.






