27 June 2026, 12:15

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Eine Farce zwischen Heimatliebe und Klimakrise

Die Große Versalzung

"Debritz" am Badischen Staatstheater: Eine Farce zwischen Heimatliebe und Klimakrise

Eine neue Farce feiert am Badischen Staatstheater Karlsruhe Premiere

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Unter der Regie von Brit Bartkowiak setzt das Stück auf komische und popkulturelle Ästhetik, um gesellschaftliche Themen mit Humor und Absurdität zu erkunden. Im Mittelpunkt steht das fiktive Dorf Debritz, einst eine blühende Salzabbau-Region, heute eine öde Einöde.

Debritz wird als trostlose Provinz im Osten Deutschlands dargestellt. Missernten, fehlende Industrie und ein marodes Nahverkehrsnetz zeichnen ein düsteres Bild. Der Klimawandel hat den Niedergang verschärft: Salzwasser dringt ins Grundwasser ein und verseucht die Böden.

Die Zuckerrübenbäuerin Peggy kämpft mit der Dürre und denkt über eine Abwanderung nach. Ihr Freund Maik steht vor einem inneren Konflikt zwischen seiner Liebe zu ihr und seiner Verbundenheit mit der Heimat. Figuren wie Barbarossa und Candy die Kerze sorgen für slapstickartige Komik.

Die Inszenierung endet mit einer düsteren Pointe: Zwei Gestalten in Schutzanzügen betreten die Bühne und warnen vor den möglichen Folgen menschlichen Handelns. Die Aufführung verbindet groteske Übertreibungen mit Momenten, die bisweilen an emotionaler Tiefe oder intellektueller Schärfe mangeln.

Das Stück thematisiert die Kluft zwischen Stadt und Land in Deutschland sowie die Auswirkungen des Klimawandels. Mit Satire und überzeichneten Szenen regt es zur Debatte an und spiegelt reale Probleme wider. Die Premiere unterstreicht, wie wichtig es ist, diese Herausforderungen durch Kunst und Dialog zu bewältigen.

Quelle