Cyberangriffe bedrohen Kleinunternehmen – doch viele haben keine Abwehr
Gerd BuchholzCyberangriffe bedrohen Kleinunternehmen – doch viele haben keine Abwehr
Kleinunternehmen in Mitteleuropa sehen sich wachsenden Cybersecurity-Herausforderungen gegenüber. Ein aktueller Bericht zeigt, dass 80 % von ihnen im vergangenen Jahr einen Sicherheitsvorfall oder Datenverlust erlebt haben. Die meisten dieser Betriebe verfügen jedoch über kein eigenes Personal, um das Problem zu bewältigen.
Fast alle Unternehmen in der Region sind klein, und kaum eines beschäftigt eine hauptamtliche Sicherheitsfachkraft. Deutschland etwa gibt nur 9,5 % seines IT-Budgets für Cybersicherheit aus – der niedrigste Wert im Vergleich des Berichts.
Die Kosten für die Einstellung eines hauptamtlichen Chief Information Security Officers (CISO) liegen laut dem CISO-Report 2026 zwischen 250.000 und 400.000 US-Dollar pro Jahr. Eine günstigere Alternative bietet das Modell des virtuellen CISO (vCISO), das Zugang zu erfahrenem Fachwissen für 40.000 bis 120.000 US-Dollar jährlich ermöglicht.
Um Unternehmen bei der Abwägung ihrer Optionen zu unterstützen, hat die Woodlands Advisory GmbH einen Rechner entwickelt. Dieser vergleicht die Kosten eines internen CISO mit denen eines vCISO-Modells und berücksichtigt dabei Personalstärke, Umsatz und den benötigten Zeitaufwand.
Über 75 % der Kleinunternehmen in Mitteleuropa geben an, dass ein Cybervorfall sie mindestens 250.000 US-Dollar kostet. Die hohen Ausgaben für Sicherheitslücken und die geringe Verbreitung dedizierter Sicherheitsrollen deuten auf eine Schutzlücke hin. Tools wie der Rechner sollen Unternehmen zu kostengünstigeren Lösungen führen.






