25 June 2026, 12:17

CISPA in Saarbrücken: Spionagevorwürfe gegen chinesische Forscher erschüttern Elite-Institut

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken: Spionagevorwürfe gegen chinesische Forscher erschüttern Elite-Institut

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich Vorwürfen der wissenschaftlichen Spionage durch China ausgesetzt. Kritische Stimmen befassen sich mit der Zusammenarbeit des Instituts mit chinesischen Forschenden und einem möglichen Abfluss sensibler Daten und Fachwissen. Der Institutsleiter Michael Backes wurde vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, während die Ermittlungen laufen.

Das 2011 gegründete CISPA stieg zu einer führenden Einrichtung auf und wurde 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen. Aktuell rückt jedoch die Forschungskooperation des Zentrums in den Fokus: In einer Arbeitsgruppe stammten 18 von 19 Mitgliedern aus China, eine weitere bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftler:innen – einige mit Verbindungen zu kritischen Institutionen in ihrem Heimatland.

Backes unterstützt seine vorläufige Suspendierung und begrüßt die Einsetzung eines unabhängigen Sonderprüfers. Diese externe Untersuchung soll die Spionagevorwürfe aufklären. Das Bundesforschungsministerium will zunächst die Ergebnisse der Prüfung abwarten, bevor es Stellung bezieht.

Trotz der Kontroverse wächst das CISPA weiter: Ein Neubau für das Institut ist mit einem Budget von 350 Millionen Euro geplant. Die Sonderprüfung wird entscheiden, ob es tatsächlich wissenschaftliche Spionage am Zentrum gab. Die Haltung des Ministeriums und die Zukunft des Instituts – einschließlich der geplanten Erweiterung – hängen vom Ausgang der Untersuchungen ab.

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