07 February 2026, 06:51

Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein Lebenswerk gegen Diskriminierung

Eine Gruppe von Männern, die auf einem Feld in einem Stadion Fußball spielen, mit Zuschauern auf den Rängen und Bannern im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein Lebenswerk gegen Diskriminierung

Christ Streich erhält Memminger Freiheitspreis

Christ Streich, der langjährige Trainer des SC Freiburg, ist mit dem Memminger Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt sein jahrzehntelanges Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Die Verleihung fand am Freitag statt und bildete den Abschluss des Jubiläumsjahres "500 Jahre Zwölf Artikel".

Der Memminger Freiheitspreis wird seit 2005 verliehen, um an die "Zwölf Artikel" von 1525 zu erinnern – die erste schriftlich festgehaltene Forderung nach Menschenrechten. In diesem Jahr ging das mit 15.000 Euro dotierte Preisgeld an Streich für seinen öffentlichen Einsatz gegen alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, darunter Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Sexismus.

Geboren 1965 in Weil am Rhein, spielte Streich als Profi für den FC Homburg, die Stuttgarter Kickers und den SC Freiburg. 1995 wechselte er als Nachwuchstrainer zum Verein, bevor er später Cheftrainer wurde. Über 30 Jahre prägte er den SC Freiburg – sowohl sportlich als auch gesellschaftlich.

Immer wieder setzte sich Streich für Freiheit und Menschenwürde ein. Für sein Engagement gegen Antisemitismus erhielt er den Julius-Hirsch-Preis. Im Sommer 2024 wird er auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Trainergeschäft ausscheiden.

Die Auszeichnung unterstreicht Streichs langjähriges Bekenntnis zu Gleichberechtigung und Respekt im Fußball. Mit seinem Rückzug im nächsten Jahr endet eine dreißigjährige Karriere beim SC Freiburg. Der Memminger Freiheitspreis reiht sich nun ein in die Würdigungen für seinen Einsatz für die Menschenrechte.