30 December 2025, 02:52

Chirurgische Praxis in Münsingen schließt Ende 2025 – doch Versorgung bleibt gesichert

Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.

Chirurgische Praxis in Münsingen schließt Ende 2025 – doch Versorgung bleibt gesichert

Chirurgische Praxis in Münsingen schließt Ende 2025

Die allgemeinchirurgische und unfalchirurgische Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Münsingen II wird Ende 2025 ihre Türen schließen. Die Entscheidung folgt einer Überprüfung der Versorgungsstrukturen und gescheiterten Versuchen, Nachfolgeärzte zu finden. Die zuständigen Stellen bestätigten jedoch, dass die stationäre chirurgische Versorgung in der Region weiterhin vollumfänglich gewährleistet bleibt.

Die Schließung wurde bekannt gegeben, nachdem die Geschäftsführung der Kreiskliniken Reutlingen den Vorschlag im September eingebracht hatte. Der Aufsichtsrat billigte den Plan mit Verweis auf notwendige strukturelle Anpassungen in der medizinischen Versorgung. Trotz der Schließung wird im Landkreis Reutlingen kein Mangel an fachärztlicher Betreuung erwartet.

Patienten, die eine Notfallbehandlung benötigen, haben weiterhin Zugang zu den vollen Leistungen der Albklinik Münsingen und des Klinikums am Steinenberg. Bei weniger dringenden Fällen bleibt der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erreichbar. Hilfe gibt es unter der Rufnummer 116 117 oder über die Website www.116117.de.

Die Entscheidung zur Schließung der Praxis fiel nach gescheiterten Gesprächen mit potenziellen Nachfolgerärzten. Betroffen ist ausschließlich der ambulante Bereich, während die stationäre chirurgische Versorgung in der Albklinik Münsingen ohne Einschränkungen fortgeführt wird.

Die Schließung der chirurgischen Praxis im MVZ Münsingen II tritt zum 31. Dezember 2025 in Kraft. Notfall- und stationäre chirurgische Dienstleistungen bleiben bestehen und sichern so die weitere medizinische Versorgung der Bevölkerung. Die Änderung spiegelt größere Anpassungen in der Organisation der Gesundheitsversorgung der Region wider.