24 February 2026, 13:06

CDU will Luftverkehrsteuer abschaffen und Regionalflughäfen in Deutschland retten

Ein Airbus A320-200 der Germanwings auf dem Frankfurt Airport mit Fahrzeugen, Verkehrskegeln, Pfählen und Gras im Hintergrund.

CDU will Luftverkehrsteuer abschaffen und Regionalflughäfen in Deutschland retten

Deutschlands Luftfahrtbranche steht unter wachsendem Finanzdruck – die Kosten haben sich seit 2019 fast verdoppelt. Nun schaltet sich die CDU mit einem Beschluss ein, um Regionalflughäfen zu schützen und die finanzielle Belastung der Airlines zu verringern. Das auf dem 38. Bundesparteitag in Stuttgart verabschiedete Papier fordert dringende Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu sichern.

Im Mittelpunkt der CDU-Resolution steht die schnelle Senkung und schrittweise Abschaffung der Luftverkehrsteuer nach skandinavischem Vorbild. Aktuell treibt die Abgabe die Ticketpreise – je nach Flugstrecke – um 13,03 bis 59,43 Euro in die Höhe. Die Partei argumentiert, dass die staatlich verordneten Kosten für Inner-europäische Flüge in Deutschland siebenmal höher sind als in Spanien und damit Airlines wie Passagiere unzumutbar belasten.

Die Christdemokraten fordern zudem mehr Transparenz bei den Luftsicherheitsgebühren. Künftig soll jeder Flughafen eine detaillierte Kostenaufschlüsselung veröffentlichen müssen. Damit sollen versteckte Zuschläge offengelegt werden, die die Ticketpreise künstlich erhöhen und vor allem regionale Fluggesellschaften unter Druck setzen.

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Neben Steuersenkungen setzt sich die CDU für eine EU-weite Vereinheitlichung der Flugsicherung ein. Zudem soll die Betriebsförderung für Regionalflughäfen über 2027 hinaus verlängert werden, um ihr Überleben zu sichern. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterstützt diese Maßnahmen und schätzt, dass die Branche jährlich zwei Milliarden Euro Entlastung benötigt, um nicht abzustürzen.

Ein weiterer Punkt des Beschlusses sind Anpassungen bei den Beimischungsquoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF). Ohne Korrekturen, warnt die Partei, drohe deutschen Airlines der Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Zudem appelliert die Resolution an große Carrier wie die Lufthansa, ihr Streckennetz zu erhalten – um lokale Wirtschaftskreisläufe zu schützen, die von Regionalflughäfen abhängen.

Doch die Finanzierung bleibt ein Stolperstein: Durch den Wegfall der Luftverkehrsteuer entsteht ein Haushaltsloch von 350 Millionen Euro, das gedeckt werden muss. Die Bundesregierung steht nun in der Pflicht, die Vorschläge in konkretes Recht zu gießen – während sie gleichzeitig eine nationale Luftfahrtstrategie finalisiert.

Die CDU hat klare Forderungen aufgestellt: niedrigere Steuern, transparente Gebühren und langfristige Unterstützung für Regionalflughäfen. Werden die Pläne umgesetzt, könnte das die finanzielle Last für Airlines und Passagiere spürbar verringern. Ob es dazu kommt, hängt nun davon ab, ob die Regierung die Vorschläge in die Tat umsetzt – und die nötigen Mittel bereitstellt.