10 December 2025, 19:57

CDU will Arbeitszeiten von Lehrkräften strenger kontrollieren – doch Kritik wächst

Eine Frau steht neben einem Jungen, der an einem Tisch sitzt und in ein Buch schreibt, in einer Klassenzimmereinrichtung.

Druck auf Lehrer? CDU fordert differenzierte Debatte - CDU will Arbeitszeiten von Lehrkräften strenger kontrollieren – doch Kritik wächst

Druck auf Lehrkräfte? CDU fordert differenzierte Debatte

Druck auf Lehrkräfte? CDU fordert differenzierte Debatte

  1. Dezember 2025, 11:45 Uhr

Eine aktuelle Studie hat erhebliche Unterschiede in den Arbeitszeiten von Lehrkräften aufgedeckt – selbst wenn deren offizieller Stundenplan identisch ist. Manche Pädagoginnen und Pädagogen leisten bis zu 14 zusätzliche Wochenstunden, während andere weniger arbeiten, obwohl sie dieselben vertraglichen Verpflichtungen haben. Die Ergebnisse haben eine Debatte über Gerechtigkeit und Verantwortung im Lehrberuf ausgelöst.

Die von der Universität Göttingen durchgeführte und vom bildungspolitischen Sprecher der CDU, Andreas Sturm, hervorgehobene Untersuchung zeigt, dass das bestehende Deputatsystem – das eigentlich die wöchentlichen Unterrichtsstunden standardisieren soll – keine gleichmäßige Arbeitsbelastung garantiert. Die Daten belegen, dass einige Lehrkräfte sieben Stunden mehr pro Woche arbeiten als Kollegen mit denselben offiziellen Pflichten, während andere sieben Stunden weniger leisten.

Die CDU hat diese Disparitäten in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Die Partei schlägt strenge Kontrollen für Lehrkräfte vor, die wiederholt ihre Aufgaben vernachlässigen oder unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. Geplant sind systematische Arbeitszeiterfassungen sowie erweiterte Befugnisse für Schulleitungen, um Ungleichgewichte bei der Arbeitsbelastung auszugleichen.

Kritiker, darunter Bildungsverbände, lehnen die Pläne ab. Die CDU betont jedoch, es gehe nicht um Sanktionen, sondern um ein leistungsorientierteres System. Schulleitungen sollten demnach die Möglichkeit erhalten, engagierte Lehrkräfte anzuerkennen und zu fördern, während anhaltende Leistungsdefizite thematisiert werden.

Zudem fordert die Partei eine ausgewogenere Diskussion über die Arbeitsbelastung von Lehrkräften – weg von pauschalen Klischees. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Eigenverantwortung im Berufsstand zu stärken, auch wenn noch kein konkreter Zeitplan für die Umsetzung vorliegt.

Die Studienergebnisse haben die Frage nach fairen Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt der bildungspolitischen Debatte gerückt. Sollten die CDU-Pläne umgesetzt werden, würde dies strenge Kontrollen und leistungsbasierte Anpassungen für Lehrkräfte mit sich bringen. Die Folgen könnten die Art und Weise verändern, wie Arbeitsbelastungen an Schulen überwacht und gesteuert werden.