21 February 2026, 12:54

CDU und SPD vor Zerreißprobe: Wer regiert ohne AfD oder Linke?

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, mit erklärendem Text oben und unten.

Spahn: Koalition ist auf Erfolg eingestellt - CDU und SPD vor Zerreißprobe: Wer regiert ohne AfD oder Linke?

Deutschlands politische Landschaft steht vor neuer Unsicherheit, während in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen bevorstehen. Umfragen zufolge können weder CDU noch SPD eine Mehrheit ohne die Grünen bilden – es sei denn, sie wenden sich an die ausgeschlossene AfD oder die Linke. Unterdessen bleiben die Spannungen in der bundesweiten Ampel-Koalition bestehen, während CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn zu einem pragmatischeren Regierungsstil aufruft.

Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die SPD etwa 26 Prozent der Stimmen, die Grünen 15 Prozent und die Union aus CDU/CSU 24 Prozent. Seither ist die Zustimmung für die regierende Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) in aktuellen Umfragen auf rund 33 Prozent gesunken – vor allem wegen wirtschaftlicher Probleme und politischer Rückschläge. Die CDU hingegen liegt mittlerweile bei etwa 28 Prozent und liegt in einigen Prognosen fast gleichauf mit der AfD. Die FDP dagegen kämpft mit Werten unter der Fünf-Prozent-Hürde, was die Grünen zum einzigen realistischen Bündnispartner für beide Volksparteien macht, um eine Mehrheit zu bilden.

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Die CDU hat wiederholt Kooperationen mit der rechtspopulistischen AfD oder der linksradikalen Linken ausgeschlossen und damit ihre Optionen eingeengt. Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betont die Notwendigkeit von Kompromissen innerhalb der aktuellen Koalition und prägte das Motto "Muss" – eine klare Ansage, dass Scheitern keine Alternative ist. Seine Äußerungen folgen auf Monate des Streits in der schwarz-roten Union, die seit ihrem Amtsantritt vor neun Monaten mit internen Konflikten zu kämpfen hat.

Spahn räumte ein, dass es keine realistische Alternative zur Zusammenarbeit mit der SPD gebe, forderte jedoch substanzielle Zugeständnisse statt oberflächlicher Einigungen. Er warnte, dass halbherzige Lösungen die ohnehin wachsende Unzufriedenheit der Wähler nur noch verstärken würden, die zunehmend von der politischen Blockade frustriert seien.

Angesichts der anstehenden Landtagswahlen und bundesweiter Umfragen, die auf ein zersplittertes Parlament hindeuten, müssen CDU und SPD entweder ihre Zusammenarbeit kitten oder sich auf die Grünen als einzigen verbleibenden Partner verlassen. Da die CDU Gespräche mit AfD oder Linken kategorisch ablehnt, bleibt wenig Spielraum. Vorerst könnte Spahns Appell zu echten Kompromissen der einzige Ausweg in einer zunehmend instabilen politischen Lage sein.