CDU setzt auf Manuel Hagel – doch der Wahlkampf in Baden-Württemberg stockt
Hans-Josef BeckmannMerz-Show: Bringt der Parteitag Hagel den letzten Schub? - CDU setzt auf Manuel Hagel – doch der Wahlkampf in Baden-Württemberg stockt
CDU-Bundesparteitag in Stuttgart: Letzter Schliff vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg
Am vergangenen Wochenende fand der Bundesparteitag der CDU in Stuttgart statt – nur zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt stand die Mobilisierung der Unterstützung für Manuel Hagel, den 37-jährigen Spitzenkandidaten der Partei, der im Falle eines Wahlsiegs zum jüngsten Ministerpräsidenten der Landesgeschichte werden könnte. Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte die Veranstaltung, um Hagel öffentlich als zukünftigen Regierungschef der Region zu empfehlen.
Hagel ging als Favorit in den Parteitag, mit stabilen Umfragewerten vor allem in den Bereichen Wirtschaftspolitik, Sicherheit und Bildung. Mit seiner gemäßigteren Positionierung grenzt er sich sowohl von der rechtspopulistischen AfD als auch von den Grünen ab und präsentiert sich als pragmatische Alternative. Über 500 Journalisten verfolgten die Veranstaltung – für Hagel eine bundesweite Bühne, um seine Kampagnenbotschaften zu unterstreichen.
Der Parteitag sollte Einheit und Schwung für den Endspurt des CDU-Wahlkampfs vermitteln. Doch nicht alles verlief nach Plan. Ein umstrittenes Positionspapier des Wirtschaftsflügels der Partei – sowie anschließende Äußerungen des Wirtschaftsrats – lösten bundesweit Kritik aus. Einige Delegierte wirkten während Hagels Eröffnungsrede unaufmerksam, und Strategieexperten räumten später ein, dass die Debatten dem Wahlkampf kaum neuen Auftrieb gegeben hätten.
Trotz der Rückschläge spielten Parteivertreter die Auswirkungen herunter. Die Kontroverse werde sich schnell beruhigen und der CDU-Führung in den Umfragen nicht schaden, hieß es – auch wenn sich der Vorsprung vor den Grünen in den letzten Wochen verringert hat.
Die Wahl am 8. März 2026 wird entscheiden, ob Hagel das Ministerpräsidentenamt erringt. Die CDU liegt weiterhin vorn, doch das Rennen ist enger geworden. Nach internen Streitigkeiten steht die Partei nun vor der entscheidenden Phase, um ihre Führung zu verteidigen.






