CDU-Politiker Bommert erhält Verweis nach umstrittenem Wehrmachts-Video
Gerfried ThiesCDU-Politiker Bommert erhält Verweis nach umstrittenem Wehrmachts-Video
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, sieht sich nach der Verbreitung eines umstrittenen Videos mit disziplinarischen Konsequenzen konfrontiert. Die Aufnahmen zeigten ein Treffen mit restaurierten Wehrmachtsfahrzeugen, darunter Motorräder, die von Uniformierten gefahren wurden. Die Partei reagierte mit einem offiziellen Verweis, verzichtete jedoch auf eine Abberufung aus seinen Ämtern.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als Bommert das Video in den sozialen Medien teilte und damit umgehend Kritik auslöste. Die Sequenz zeigte historische Wehrmachtsmotorräder sowie Teilnehmer in militärischer Kleidung vergangener Zeiten. Nach dem Aufschrei löschte er den Beitrag, doch die Diskussionen um seine Person hielten an.
Für Bommert ist dies nicht der erste Eklat. Bereits zuvor war er in die Kritik geraten, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine Lieblingspolitiker aufgelistet hatte – ein Schritt, der schließlich zu seinem Rücktritt als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag führte. Diesmal beschränkte sich die CDU auf einen förmlichen Verweis, ohne weitere Sanktionen zu verhängen.
Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz distanzierte sich öffentlich von den Inhalten des Videos. Er kündigte an, das Thema in einem persönlichen Gespräch mit Bommert zu klären. Zudem bestätigte die CDU-Fraktion eine interne Aufarbeitung des Vorfalls.
Der Verweis reiht sich ein in eine Serie von Kontroversen um Bommert. Zwar bleibt er weiterhin stellvertretender Fraktionschef, doch die Partei hat deutlich gemacht, dass sie die Veröffentlichung des Videos missbilligt. Die internen Beratungen der CDU zu dem Fall dauern derweil an.






