CDU in Baden-Württemberg setzt unter Merz auf Sicherheit und harte Migrationspolitik
Brigitta SchülerCDU in Baden-Württemberg setzt unter Merz auf Sicherheit und harte Migrationspolitik
Die Christlich Demokratische Union (CDU) in baden württemberg hat vor der Landtagswahl 2026 ihre politischen Schwerpunkte vorgestellt. Die Partei, die die Region fast sechs Jahrzehnte lang dominierte, setzt nun unter Bundesvorsitzendem friedrich merz auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, wirtschaftliches Wachstum und eine härtere Linie in der Migrationspolitik – ein Kurswechsel gegenüber den gemäßigteren Positionen der vergangenen Jahre.
Die nach 1945 gegründete CDU vereinte ehemalige Mitglieder der katholischen Zentrumspartei sowie andere konservative Gruppen aus der Weimarer Zeit. In baden württemberg stellte sie von 1953 bis 2011 ununterbrochen den Ministerpräsidenten und regierte damit 58 Jahre lang. Seit 2016 ist sie Juniorpartner der Grünen in der Landesregierung.
Im aktuellen Programm fordert die CDU eine Ausweitung der Befugnisse von Polizei und Verfassungsschutz. Geplant ist zudem ein neuer "Sicherheitsrat", der die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und Katastrophenschutz verbessern soll. Ein weiterer zentraler Punkt ist die verschärfte Strafverfolgung im öffentlichen Raum.
In der Migrationspolitik vertritt die Partei seit 2022 unter friedrich merz' Führung eine deutlich restriktivere Haltung. Dazu gehören Grenzabweisungen, die Aussetzung des Familiennachzugs und Kürzungen bei humanitären Programmen – eine Abkehr von der bisher eher moderaten Linie der vergangenen 20 Jahre. Wie der Spitzenkandidat für 2026, Manuel Hagel, betont, schließt die CDU künftige Koalitionen mit der AfD oder der Linken aus.
Wirtschaftlich setzt die CDU auf marktwirtschaftliche Prinzipien mit sozialem Ausgleich. Für baden württemberg plant sie unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen, Förderprogramme für Innovation und eine Stärkung der beruflichen Bildung. So sollen Meisterprüfungen gebührenfrei werden, der private Handygebrauch an Schulen verboten und digitale Kompetenzen sowie datenschutzkonforme KI-Systeme gefördert werden.
Als überkonfessionelle Volkspartei vereint die CDU konservative, wirtschaftsliberale und christlich-soziale Strömungen. Bundesweit stellte sie seit 1949 in 53 von 74 Jahren den Kanzler.
Ihr Wahlkampf 2026 in baden württemberg steht unter den Vorzeichen von Sicherheit, Wirtschaftswachstum und strengerer Migrationskontrolle – ein Spiegel des Kurswechsels unter friedrich merz. Während die Partei auf eine lange Regierungsgeschichte im Land zurückblickt, muss sie sich nun aus der Opposition heraus neu behaupten, um bei der kommenden Wahl wieder an Einfluss zu gewinnen.