19 February 2026, 00:05

CDU-Frauenquote verändert die Partei – doch Mitgliederzahlen sinken weiter

Eine Säulendiagrammdarstellung der Geschlechtergerechtigkeit von Fördermitteln und Zuschüssen nach Geschlecht im Zeitraum 2020-2021, mit normalisiertem Haushaltsjahr, unterteilt in Abschnitte für Fördermittel und Zuschüsse, jeweils mit Prozentangaben und zusätzlichen Textinformationen.

CDU-Frauenquote verändert die Partei – doch Mitgliederzahlen sinken weiter

Die von der CDU 2022 eingeführte Frauenquote hat die Führungsstruktur der Partei grundlegend verändert. Nach der Regelung müssen seitdem die Hälfte aller Vorstandsposten mit Frauen besetzt sein. Zwar bleibt die Quote bis 2029 in Kraft, doch aktuelle Mitgliederzahlen zeigen verschobene Trends bei männlichen und weiblichen Unterstützern.

Die neuesten Daten belegen einen stärkeren Rückgang bei den männlichen Mitgliedern im Vergleich zu den weiblichen, wodurch sich die seit Langem bestehende Geschlechterlücke in der Partei verringert.

Seit Einführung der Quote ist die Zahl der männlichen Mitglieder um etwa 20 Prozent gesunken – von rund 220.000 im Jahr 2022 auf etwa 180.000 im Jahr 2024. Die weibliche Mitgliedschaft verzeichnete dagegen einen geringeren Rückgang: von 120.000 auf etwa 110.000 im selben Zeitraum. Bis Oktober 2025 sank die Zahl der weiblichen Mitglieder jedoch weiter auf 95.505, was Bedenken hinsichtlich der langfristigen Bindung weckt.

Die Repräsentation variiert stark zwischen den Landesverbänden. In Hamburg stellen Frauen 35,2 Prozent der Mitglieder, während der Anteil in Niedersachsen bei nur 24,5 Prozent liegt. Die Unterschiede setzen sich in der Kommunalpolitik fort: In Sachsen-Anhalt besetzen Frauen lediglich 14,8 Prozent der kommunalen Mandate, in Hamburg dagegen 34,2 Prozent. Trotz dieser Differenzen ist der Gesamtanteil weiblicher Mitglieder in der CDU leicht auf 26,6 Prozent gestiegen.

Die stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp betont die Vorteile einer paritätischen Besetzung in Entscheidungsgremien. Für die Zukunft strebt der Bundesparteitag eine gleichberechtigte Vertretung in Präsidium und stellvertretenden Funktionen an. Die Quote selbst bleibt bis 2029 bestehen, wobei vor Ablauf eine Überprüfung geplant ist.

Die Frauenquote der CDU hat spürbare Veränderungen in Mitgliedschaft und Führungszusammensetzung bewirkt. Zwar hat die Repräsentation von Frauen leicht zugenommen, doch der allgemeine Rückgang weiblicher Mitglieder gibt Anlass zur Sorge. Die nächsten Schritte der Partei zielen darauf ab, die Gleichstellung auf höchster Ebene zu festigen, bevor die Quote wie vorgesehen neu bewertet wird.

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