22 February 2026, 18:47

CDU fordert radikale Kehrtwende: Soll Cannabis in Deutschland wieder verboten werden?

Ein Plakat mit dem Text "Bundesstaaten vergeuden $3.613.969.972 jährlich durch die Durchsetzung von Marihuanagesetzen" und ein Bild eines Müllimers, der mit Geldscheinen überquillt.

CDU fordert Rücknahme der Cannabis-Legalisierung - CDU fordert radikale Kehrtwende: Soll Cannabis in Deutschland wieder verboten werden?

Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland gerät erneut in die Kritik, nachdem die CDU eine Rückkehr zum Verbot gefordert hat. Das im April 2024 eingeführte Gesetz erlaubt Erwachsenen den Konsum und Anbau der Droge unter strengen Auflagen. Nun haben Parteidelegierte einen Antrag unterstützt, der Besitz, Anbau und Weitergabe vollständig verbieten soll.

Der Vorstoß der CDU, das Cannabisgesetz rückgängig zu machen, gewann auf ihrem Parteitag im Februar 2026 in Stuttgart an Fahrt. Die Delegierten stimmten für ein Verbot des privaten Konsums, des Anbaus und der Abgabe der Substanz. Begündet wird dies mit angeblichen sozialen, gesundheitlichen und sicherheitspolitischen Problemen durch die Legalisierung – konkrete Belege oder Studien wurden jedoch nicht genannt.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte bereits vor der Abstimmung Bedenken geäußert. Als Vorsitzende der Frauen-Union warnte sie vor "beunruhigenden Entwicklungen" und deutete mögliche Regierungsmaßnahmen an. Allerdings sieht der aktuelle Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD lediglich eine "ergebnisoffene Evaluation" des Gesetzes vor – nicht dessen Abschaffung.

Das ursprüngliche Gesetz, das von der früheren Ampelkoalition beschlossen wurde, trat am 1. April 2024 in Kraft. Es erlaubte Erwachsenen den Besitz und Anbau begrenzter Mengen Cannabis für den Eigenbedarf. Seither dreht sich die öffentliche Debatte um Themen wie Jugendschutz und Gesundheitsrisiken, wobei konkrete Beispiele weiterhin fehlen.

Die Haltung der CDU könnte zu einem Konflikt mit den Koalitionspartnern über die künftige Drogenpolitik führen. Während die Union ein vollständiges Verbot anstrebt, sieht die bestehende Vereinbarung nur eine Überprüfung vor. Jede Änderung würde breitere politische Unterstützung erfordern – oder eine Kehrtwende in der aktuellen Regierungsposition.

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