Bundeswehr sucht Nachfolger für das G36: Drei H&K-Gewehre im Rennen
Brigitta SchülerBundeswehr sucht Nachfolger für das G36: Drei H&K-Gewehre im Rennen
Das deutsche Verteidigungsministerium sucht ein neues Standard-Sturmgewehr, um das veraltete G36 zu ersetzen. Im Rahmen des Programms "System Sturmgewehr Bundeswehr" steht damit ein bedeutender Wandel für die Streitkräfte bevor. Drei Gewehre des Herstellers Heckler & Koch – darunter das modulare HK433 – haben bereits strenge militärische Tests bestanden.
Das HK433 verkörpert die vierte Generation der 5,56-x-45-mm-Gewehre des Unternehmens und setzt auf Flexibilität: Es lässt sich schnell an verschiedene Einsatzszenarien anpassen. Der obere Verschlusskörper besteht aus stranggepresstem Aluminium, was die Produktionskosten senkt, ohne die Robustheit zu beeinträchtigen.
Die Waffe feuert etwa 700 Schuss pro Minute und ist mit allen Standard-Magazinen des AR15-Typs kompatibel. Eine spezielle Variante, das HK437, ist für die Munition .300 Blackout (.300 BLK) ausgelegt und unterstützt sowohl Überschall- als auch Unterschallgeschosse. Diese Version richtet sich an Spezialeinheiten und Polizeikräfte, die leiseres Schießen bei höherer Durchschlagskraft benötigen.
Das HK416A7, vermarktet als "Sturmgewehr Spezialkräfte leicht" (G95k), ist bereits bei Eliteeinheiten im Einsatz. Alle drei aktuellen Gewehrfamilien von H&K kommen weltweit zum Einsatz und festigen den Ruf des Unternehmens für Zuverlässigkeit. Im Auswahlverfahren der Bundeswehr wird entschieden, welches Modell zum neuen Standardgewehr der Truppe wird.
Das ausgewählte Gewehr soll das G36 nach Jahrzehnten im Dienst ablösen. Die Siegerkonstruktion muss die Anforderungen der Bundeswehr an Präzision, Haltbarkeit und Anpassungsfähigkeit erfüllen. Mit drei bereits zugelassenen, erprobten Kandidaten wird die Entscheidung die deutschen Fähigkeiten im Bereich der Handfeuerwaffen für die kommenden Jahre prägen.






