Bundesregierung plant Kürzung der Wohnungsbeihilfen – Experten warnen vor Armutsspirale
Brigitta SchülerBundesregierung plant Kürzung der Wohnungsbeihilfen – Experten warnen vor Armutsspirale
Die Pläne der Bundesregierung, die Wohnungsbeihilfen um eine Milliarde Euro zu kürzen, stoßen auf scharfe Kritik. Experten warnen, dass dieser Schritt noch mehr Menschen in die Armut treiben könnte, ohne die explodierenden Mieten wirksam zu bekämpfen. Von der geplanten Kürzung wären über eine Million Haushalte direkt betroffen, die bereits jetzt mit hohen Wohnkosten kämpfen.
Kritiker halten die Streichungen für kurzsichtig. Viele einkommensschwache Haushalte geben bereits fast die Hälfte ihres Einkommens für Miete aus. Eine weitere Kürzung der Unterstützung könnte dazu führen, dass noch mehr Menschen auf Grundsicherung angewiesen sind – und damit mögliche Einsparungen wieder zunichtemachen würde.
Die Kürzungen kommen zu einer Zeit, in der große Wohnungsunternehmen Aktionären bis zu 200 Euro pro Wohnung auszahlen – teilweise finanziert durch Steuergelder. Dieser Gegensatz hat Vorwürfe geschürt, die Politik gehe gegen die Schwächsten vor, während strukturelle Probleme ignoriert würden.
Laut dem Wohnungsexperten Rock liegt das eigentliche Problem in ungebremsten Mietsteigerungen und lascher Regulierung. Er argumentiert, dass sinkende Mieten weit mehr Geld sparen würden als Kürzungen bei den Sozialleistungen. Die geplante Streichung werde zudem als symbolische Maßnahme wahrgenommen, die kaum echte finanzielle Entlastung bringe, aber diejenigen treffe, die am dringendsten auf Hilfe angewiesen sind.
Rock warnt, dass der Sparkurs der Regierung gezielt Haushalte in Armutsrisikogebieten belaste. Statt Mieter vor überhöhten Mieten zu schützen, verschärften die Verantwortlichen die Situation für Menschen, die ohnehin schon am Limit lebten.
Die geplante Kürzung um eine Milliarde Euro würde über eine Million Haushalten weniger Unterstützung bei den Wohnkosten lassen. Ohne Gegenmaßnahmen bei den Mietpreisen droht der Schritt, die Armut zu verschärfen, statt Kosten zu senken. Kritiker fordern, die Prioritäten neu zu setzen: Statt Sozialleistungen zu kürzen, müsse endlich die Mietpreisbremse repariert werden.






