Britischer Bausektor wächst trotz steigender Materialkosten im April 2026
Gerfried ThiesBritischer Bausektor wächst trotz steigender Materialkosten im April 2026
Britischer Bausektor zeigt im April gemischte, aber überwiegend positive Entwicklungen
Die Umsätze im öffentlichen Bauwesen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,3 Prozent. Treiber des Wachstums waren vor allem der Tiefbau sowie andere zentrale Bereiche.
Besonders der Tiefbau gab den Ton an und trieb die Verkäufe in allen drei Hauptsegmenten der Branche nach oben. Die Umsätze im öffentlichen Bauwesen kletterten nominal um 5,3 Prozent. Auch der Wohnungsbau entwickelte sich positiv: Hier stiegen die Erlöse um 7,1 Prozent, während die Auftragseingänge im Jahresvergleich um 8,9 Prozent zunahmen.
Im Gewerbe- und Industriebau verzeichnete der April ein Umsatzplus von 6,8 Prozent. Die Neuaftragseingänge in diesem Segment legten um 2,6 Prozent zu. Insgesamt erhöhten sich die Auftragseingänge im gesamten Sektor um 1,8 Prozent gegenüber April 2025.
Allerdings blieben die kumulierten Umsätze der ersten vier Monate des Jahres im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 unverändert. Gleichzeitig stiegen die Materialkosten weiter an – allein die Preise für Bitumen lagen im Mai 2026 um 31,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Die April-Bilanz des Sektors unterstreicht das Wachstum im Wohnungs- und Gewerbebau sowie die stabile Nachfrage nach neuen Aufträgen. Die steigenden Materialkosten, insbesondere der deutliche Anstieg der Bitumenpreise, bleiben jedoch ein entscheidender Faktor für die Budgetplanung künftiger Projekte.
