Breisgau-S-Bahn wird 2026 mit neuen Elektrotriebzügen und dichterem Takt modernisiert
Brigitta SchülerBreisgau-S-Bahn wird 2026 mit neuen Elektrotriebzügen und dichterem Takt modernisiert
Fahrgäste in der Region Breisgau können sich bald auf deutliche Verbesserungen im Schienenverkehr freuen. Baden-Württemberg und der Regionale Verkehrsverbund Freiburg (RVF) haben zusätzliche Elektrotriebzüge beschafft, um die anhaltenden Verspätungen und Überlastungen zu bekämpfen. Die ersten Aufwertungen starten 2026, weitere Anpassungen sind im Laufe des nächsten Jahrzehnts geplant.
Ab Ostern 2026 werden die Abendverbindungen zwischen Freiburg und Kirchzarten sowie zwischen Breisach und Freiburg im 30-Minuten-Takt verkehren. Diese Änderung soll zuverlässigere Anschlüsse in den Hauptreisezeiten gewährleisten. Besonders profitieren werden die Streckenabschnitte zwischen Endingen und Breisach sowie zwischen Kirchzarten und Neustadt/Seebrugg.
Die neuen Elektrotriebzüge sollen bis Dezember 2027 in Betrieb genommen werden. Die zusätzlichen Einheiten ersetzen ältere, störanfällige Modelle, die häufig von Pannen betroffen waren. Weniger genutzte Strecken werden entweder auf Busverkehr umgestellt oder ganz eingestellt, um Ressourcen auf stärker frequentierte Linien zu konzentrieren.
Weitere Verbesserungen sind für 2032 vorgesehen, wenn grenzüberschreitende Züge eingeführt werden. Die neuen Modelle sollen die Verbindungen nach Frankreich stärken, wobei der Hersteller noch nicht feststeht. Auch die Strecke Freiburg–Villingen wird künftig separat betrieben, um Staus in anderen Teilen des Netzes zu verringern.
Die Vereinbarung stellt einen bedeutenden Modernisierungsschub für das Breisgau-S-Bahn-System dar. Mit dichteren Takten, modernen Zügen und besseren internationalen Anschlüssen können Fahrgäste mit weniger Ausfällen und weniger Überfüllung rechnen. Die Umstellungen werden schrittweise umgesetzt, beginnend mit der Fahrplananpassung 2026.