Brandenburg plant personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen rund um die Uhr
Gerfried ThiesBrandenburg plant personalfreie Supermärkte für ländliche Regionen rund um die Uhr
Die Landesregierung Brandenburgs hat Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht, die den Betrieb vollautomatisierter, personalfreier Läden im gesamten Bundesland ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß will man den Zugang zu Alltagsgütern in ländlichen Regionen verbessern, wo klassische Supermärkte zunehmend verschwinden. Sozialminister René Wilke (SPD) betonte die Bedeutung lokaler Einkaufsmöglichkeiten für Bewohner außerhalb der großen Städte.
Die geplanten Novellen würden es intelligenten Läden erlauben, rund um die Uhr zu öffnen – auch sonntags und an Feiertagen. Bisher dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet bleiben, während der Verkauf an nur sechs Sonn- oder Feiertagen gestattet ist. Der Landtag, unterstützt von der SPD/BSW-Koalition sowie der CDU-Opposition, hatte die Regierung aufgefordert, die Änderungen bis Ende März 2023 auszuarbeiten.
Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für personalfreie Läden eingeführt. Der Brandenburgische Entwurf muss nun noch im Landtag beraten werden, bevor er in Kraft treten kann. Bei einer Verabschiedung könnte er helfen, Versorgungslücken im ländlichen Einzelhandel zu schließen, wo herkömmliche Supermärkte kaum noch überlebensfähig sind.
Die rechtliche Anpassung würde es Smart Stores ermöglichen, vollständig ohne Personal zu arbeiten – und so eine zuverlässige Warenversorgung für abgelegene Gemeinden sichern. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den anstehenden Debatten im Landtag.






