25 January 2026, 04:31

Bosch-Streit eskaliert: Belegschaft in Bühl lehnt Stellenabbau und Schiedsverfahren ab

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" verkündet und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Bosch-Streit eskaliert: Belegschaft in Bühl lehnt Stellenabbau und Schiedsverfahren ab

Bosch hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.700 Stellen am Standort Bühl in Deutschland abzubauen. Der Vorschlag hat bei den Beschäftigten starken Widerstand ausgelöst, die sich nun gegen das Ultimatum des Unternehmens zur Wehr setzen.

Das Unternehmen hat eine klare Frist für die Verhandlungen über die Stellenstreichungen gesetzt. Sollten die Gespräche scheitern, droht Bosch, den Konflikt in ein Schiedsverfahren zu bringen. Die Belegschaft lehnt jedoch eine externe Schlichtungskommission ab und besteht darauf, die Verhandlungen vollständig in eigener Regie zu führen.

Erst kürzlich organisierten die Mitarbeiter eine "aktive Mittagspause" als Protest, um ihren Widerstand zu demonstrieren. Ihre centrale Forderung ist eine nachhaltige Zukunft für den Standort Bühl, der nach den aktuellen Plänen um die Hälfte schrumpfen könnte. Auch das benachbarte Werk Bühlertal, das zum selben Betriebsbereich gehört, soll komplett geschlossen werden. Die Belegschaft bleibt geschlossen in ihrer Haltung und weist die geplanten Kürzungen kategorisch zurück. Sie argumentieren, dass die Abbaupläne das langfristige Überleben des Bühler Werks gefährden und zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Die Auseinandersetzung hängt nun davon ab, ob Bosch und die Belegschaft vor Ablauf der Frist zu einer Einigung kommen. Scheitern die Verhandlungen, könnte ein Schiedsverfahren die einzige Lösung sein. Das Ergebnis wird über die Zukunft Hunderter Arbeitsplätze und die Existenzfähigkeit des Standorts Bühl entscheiden.