Bosch streicht 22.000 Jobs in Deutschland – doch die Zahlen steigen
Gerfried ThiesVertrag von Bosch-Chef Hartung verlängert - Bosch streicht 22.000 Jobs in Deutschland – doch die Zahlen steigen
Bosch hat Pläne bekannt gegeben, bis 2030 etwa 22.000 Stellen in seiner deutschen Mobilitätssparte abzubauen. Damit ist jeder fünfte Arbeitsplatz des Unternehmens in Deutschland gefährdet, hinzu kommen weitere Entlassungen und Werksschließungen. Dennoch rechnet der Konzern in diesem Jahr mit einem moderaten Wachstum im Zulieferergeschäft.
Die Zulieferersparte bleibt das größte Segment von Bosch und macht mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe aus – das entspricht über 90 Milliarden Euro. Trotz der Herausforderungen in der Branche prognostiziert das Unternehmen für 2024 einen Umsatzanstieg von knapp zwei Prozent.
Unterdessen hat Bosch den Vertrag von Vorstandsvorsitzendem Stefan Hartung bis 2031 verlängert. Der promovierte Maschinenbauingenieur führt das Unternehmen seit 2022. Seine erneute Amtszeit fällt in eine Phase, in der der Konzern tiefgreifende Umstrukturierungen in seinen deutschen Standorten vorantreibt.
Die geplanten Stellenstreichungen sind Teil einer umfassenden Kostensenkungsstrategie. Bis 2030 werden die Kürzungen einen erheblichen Teil der Bosch-Belegschaft in Deutschland betreffen. Bisher hat das Unternehmen noch nicht konkretisiert, welche Werke oder Abteilungen besonders stark betroffen sein werden.
Die Umstrukturierung bei Bosch wird die deutsche Belegschaft in den kommenden sechs Jahren grundlegend verändern. Obwohl die Zulieferersparte von Entlassungen betroffen ist, bleibt sie der wichtigste Umsatzträger der Gruppe. Die verlängerte Amtszeit Hartungs signalisiert indes Stabilität an der Unternehmensspitze, während der Konzern seine Transformation vorantreibt.