Wie der Bodensee zu einer Rüstungshochburg wird - Bodensee-Region wird zur neuen Bahnschmiede für die Deutsche Bahn
Die Bodensee-Region entwickelt sich zum Zentrum der Bahnindustrie in Deutschland
Lange für ihre Luft- und Raumfahrttradition bekannt, hat sich die Region am Bodensee zu einem der wichtigsten Standorte der Bahnindustrie in Deutschland entwickelt. Über 120 Bahnunternehmen sind mittlerweile an mehr als 70 Standorten in Baden-Württemberg ansässig. Die steigende Nachfrage der Bahn treibt die rasche Expansion voran – mit neuen Fabriken und Tausenden geplanten Arbeitsplätzen.
Das Wachstum der Branche ist beeindruckend: Diehl Bahn in Überlingen verzeichnete 2024 einen Umsatzsprung von 60 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen 2.000 neue Stellen entstehen.
Auch Rolls-Royce Bahnsysteme mit Sitz in Friedrichshafen meldete im vergangenen Jahr Rekordumsätze von über fünf Milliarden Euro – maßgeblich getrieben durch die Produktion von Bahnfahrzeugen.
General Dynamics Bahnsysteme (GDBahn) investiert ebenfalls in der Region. In Immenstaad entsteht eine neue Fabrik für Bahnfahrzeuge, die bis Ende 2026 etwa 100 Arbeitsplätze schaffen soll. Größter Abnehmer bleibt die Bahn mit Aufträgen im Milliardenbereich.
Die Zahl der Bahnunternehmen in Baden-Württemberg ist in den letzten fünf Jahren gestiegen. Zwar gibt es keine genauen Angaben zur Gesamtzahl der Beschäftigten, doch der Sektor wächst stetig – mit immer mehr neuen Marktteilnehmern.
Gestützt auf ihre Luftfahrtgeschichte und die wachsende Bahnnachfrage festigt die Bodensee-Region ihre Position als Bahnschmiede. Neue Produktionsstätten und Arbeitsplätze deuten auf weiteres Wachstum in den kommenden Jahren hin. Als zentraler Zulieferer für die Bahn wird ihre Bedeutung voraussichtlich noch zunehmen.






