29 March 2026, 20:24

Bildungsminister debattieren über Handyverbote an deutschen Schulen

Eine Gruppe von Schülern sitzt an Tischen mit Laptops in einem Klassenzimmer, mit Taschen auf dem Boden und einer Wand mit Text auf der linken Seite, Fenstern und Türen im Hintergrund, was auf eine Online-Kurs-Situation in einer Schule in Ghana hinweist.

Bildungsminister debattieren über Handyverbote an deutschen Schulen

Bildungsminister aus ganz Deutschland treffen sich in Berlin, um über Handyregeln an Schulen zu beraten

Die Bildungsminister der Bundesländer kommen in Berlin zusammen, um über den Umgang mit Smartphones an Schulen zu diskutieren. Therese Schopper, die baden-württembergische Kultusministerin, schlägt strengere Vorschriften vor, um die private Nutzung von Handys im Unterricht einzuschränken. Der Vorstoß folgt auf Bedenken wegen Ablenkung und nachlassender schulischer Leistungen bei Schülerinnen und Schülern.

Aktuell können Schulen in Baden-Württemberg eigene Richtlinien für den Smartphone-Gebrauch aufstellen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Einige haben bereits teilweise oder vollständige Verbote eingeführt. Schopper strebt nun eine Änderung des Landes-Schulgesetzes an, um alle Schulen zu verpflichten, eigene Regelungen zu erarbeiten.

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Die geplanten Änderungen zielen auf die negativen Folgen übermäßigen Handygebrauchs ab, darunter verminderte Konzentration und schwächere Lernfähigkeit. Studien legen nahe, dass Smartphones Schüler ablenken und die kognitive Leistung beeinträchtigen können. Joshua Meisel, Vorsitzender des Landesschülerrats, betont jedoch, dass Handys in ländlichen Regionen aus Sicherheitsgründen unverzichtbar seien und für schulische Zwecke genutzt werden dürfen sollten.

Die überarbeitete Gesetzgebung soll noch vor den Sommerferien verabschiedet werden und altersgerechte Einschränkungen vorsehen. In den Niederlanden gibt es zwar kein nationales Gesetz, aber eine bundesweite Empfehlung für handyfreie Schulen. Viele niederländische Einrichtungen verbieten die private Handynutzung während des Unterrichts und erlauben die Geräte nur in Notfällen.

Falls die Neuregelung beschlossen wird, müsste jede Schule in Baden-Württemberg eine eigene Smartphone-Politik entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Balance zwischen Sicherheit, pädagogischen Erfordernissen und dem Ziel, Ablenkungen zu minimieren. Die Ergebnisse des Berliner Treffens könnten ähnliche Debatten in anderen Bundesländern beeinflussen.

Quelle