Betrügerin als Polizistin: Älterer Mann verliert fünfstellige Summe in Ravensburg
Brigitta SchülerBetrügerin als Polizistin: Älterer Mann verliert fünfstellige Summe in Ravensburg
Eine Reihe von Vorfällen hielt die Polizei in Ravensburg diese Woche in Atem. Ein älterer Mann verlor Tausende Euro an eine „falsche Polizistin“, während Verkehrsunfälle – darunter eine Kollision mit einem Rettungswagen – leichte Verletzungen und Sachschäden verursachten. Die Behörden ermitteln nun in mehreren Fällen und rufen Zeugen auf, sich zu melden.
Am Montagabend soll eine 86-jährige Frau gegen 17:30 Uhr in der Weststadt mehrere parkende Autos streifen. Die Polizei sucht nun nach den Haltern der beschädigten Fahrzeuge, um weitere Details zu klären.
Zuvor war ein älterer Mann im selben Stadtteil Opfer eines raffinierten Betrugs geworden. Eine Frau, die sich als Polizistin ausgab, besuchte ihn zu Hause und behauptete, ein kürzlich stattgefundener Raub in der Nachbarschaft habe ihn in Gefahr gebracht. Sie überredete ihn, eine fünfstellige Bargeldsumme zu übergeben. Erst nach der Übergabe bemerkte das Opfer, dass es hereingelegt worden war. Die Betrügerin, beschrieben als schlank, etwa 30 Jahre alt und mit einer hellen Mütze sowie Jeans bekleidet, sprach akzentfreies Deutsch. Die Kriminalpolizei Friedrichshafen ermittelt nun und bittet die Bevölkerung um Hinweise zu ihrer Identität.
Unterdessen streifte ein Rettungswagen auf dem Weg zu einem medizinischen Notfall auf der Wangener Straße ein entgegenkommendes Auto. Der Fahrer konnte aufgrund des kritischen Zustands des Patienten nicht bremsen. Die Polizei wurde informiert und sucht zudem nach dem Fahrer eines grauen VW-Transporters, der möglicherweise durch den Zusammenstoß einen Spiegel beschädigt hat.
Bei einem weiteren Unfall wurde ein 12-jähriger Radfahrer von einer 35-jährigen Nissan-Fahrerin erfasst, die in die Hindenburgstraße auf ein Grundstück abbog. Das Kind zog sich leichte Verletzungen zu. Zudem führten Geschwindigkeitskontrollen auf der B 33 zwischen Wernsreute und Bavendorf dazu, dass 16 Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit verwarn oder bestraft wurden.
Die Polizei verfolgt aktiv Spuren in dem Betrugsfall sowie bei den Verkehrsunfällen. Das Geld des älteren Opfers gilt weiterhin als verschwunden, während die Behörden jeden um Mithilfe bitten, der Informationen über die falsche Polizistin oder den grauen VW-Transporter hat. Die Geschwindigkeitsüberwachung auf der B 33 wird im Rahmen der laufenden Maßnahmen zur Verkehrssicherheit fortgesetzt.