13 March 2026, 16:48

Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Neuinszenierungen zwischen Spontini und Humperdinck

Ein Vintage-Plakat, das die Oper "Wien, du Stadt Meiner Träume" von Rudolf Sieczynski ankündigt, zeigt eine Stadtansicht und beschreibenden Text.

Was die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Neuinszenierungen zwischen Spontini und Humperdinck

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ihr Programm für die Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Sechs Neuinszenierungen werden auf die Bühne kommen, während Christian Thielemann sein drittes Jahr als Generalmusikdirektor beginnt. Das Repertoire vereint selten aufgeführte Werke mit zeitgenössischen Stücken.

Den Auftakt macht Ende September Gaspare Spontinis La Vestale. Auch Giacomo Puccinis Manon Lescaut steht auf dem Spielplan, doch der Fokus liegt auf modernen Werken – keiner der sechs Neuproduktionen stammt von Komponisten, die vor 1900 aktiv waren. Darunter befinden sich Ein Sommernachtstraum von Milko Lazar (Jahrgang 1966) und Wunderkammer, eine Zusammenarbeit zwischen Clara Aguilar und Ben Meerwein.

Ein Höhepunkt folgt im Mai 2027 mit Engelbert Humperdincks selten gespielten Königskindern, einer persönlichen Wahl Thielemanns. Er wird das Werk selbst dirigieren. Das Festival 2027 würdigt zudem das Erbe Ludwig van Beethovens mit einer Aufführung seiner Neunten Sinfonie – 200 Jahre nach seinem Tod.

Hinter den Kulissen sorgten jüngst die Äußerungen von Timothée Chalamet über die Opernkunst für Gesprächsstoff. Thielemann lud den Schauspieler sogar zu einer Vorstellung von Tristan ein. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte später die Fähigkeit der Oper, das Publikum tief zu berühren und zu begeistern.

Die Spielzeit 2026/27 verbindet Tradition und Moderne, geprägt von Thielemanns künstlerischer Leitung. Von La Vestale bis Königskinder will die Staatsoper sowohl langjährige Opernfreunde als auch neue Zuhörer ansprechen. Die Einbindung von Beethovens Neunter knüpft zudem an ein bedeutendes historisches Jubiläum an.

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