Bechtle blickt auf gemischte Bilanz 2025 und dämpft Erwartungen für 2026
Brigitta SchülerKnappheit von Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle blickt auf gemischte Bilanz 2025 und dämpft Erwartungen für 2026
Bechtle meldet gemischte Finanzzahlen für 2025 und setzt vorsichtige Ziele für die kommenden Jahre
Der IT-Konzern Bechtle verzeichnete 2025 ein uneinheitliches Geschäftsergebnis: Während der Umsatz um knapp 2 Prozent stieg, ging der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent zurück. Lieferengpässe bei Speicherchips und veränderte Marktnachfrage führen zu einer zurückhaltenderen Prognose für 2026.
Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Gesamtgeschäftsvolumen von Bechtle um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte auf 6,4 Milliarden Euro – ein Plus von fast 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern sank jedoch auf 324,2 Millionen Euro, was einem Rückgang von 6 Prozent entspricht.
Für 2026 rechnet das Unternehmen nun mit einem Wachstum des Umsatzes und des Vorsteuerergebnisses von lediglich 0 bis 5 Prozent. Als Hauptgrund nannte Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz die anhaltenden Lieferengpässe bei Speicherchips. Die globale Nachfrage nach diesen Komponenten ist in den letzten zwei Jahren stark gestiegen, angetrieben durch KI-Anwendungen in Rechenzentren und Servern. Asien verbraucht 61 Prozent aller Halbleiter, wobei die USA der größte Einzelmarkt sind und der taiwanesische Hersteller TSMC die Produktion anführt.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Bechtle auf langfristige Expansion ausgerichtet. Bis 2030 strebt das Unternehmen ein Gesamtgeschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro an – was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von knapp 4 Prozent entspricht. Bechtle spezialisiert sich auf die Belieferung von Behörden und gewerblichen Kunden mit PCs und Netzwerk-Hardware und könnte damit von künftigen Technologieinvestitionen profitieren.
Die Prognose für 2026 spiegelt die Unsicherheiten auf dem Speicherchip-Markt wider, doch die langfristige Strategie bleibt unverändert. Das Ziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 hängt von stetigem Wachstum und der Bewältigung der Lieferkettenprobleme ab. Bis dahin konzentriert sich das Unternehmen weiter auf seine Stammkunden und beobachtet gleichzeitig die Entwicklungen in der globalen Halbleiternachfrage.






