27 June 2026, 18:18

Bayer 04 Leverkusen kämpft um verkleinertes Trainingszentrum in Monheim

Bayer-Chef Anderson mischt sich in Streit um Leverkusener Jugendcamp ein

Bayer 04 Leverkusen kämpft um verkleinertes Trainingszentrum in Monheim

Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach wiederholtem Widerstand lokaler Politiker schlägt der Verein nun einen verkleinerten Campus in Monheim am Rhein vor.

Auslöser für die Suche war die Bedrohung durch den geplanten Ausbau einer Autobahn in der Nähe der aktuellen Leverkusener Anlagen des Clubs. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich Bayer 04 für Monheim als Standort des neuen Trainingszentrums.

Der geplante Campus soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Doch der lokale Stadtrat – bestehend aus Mitgliedern von CDU, SPD, Grünen und FDP – hat das Vorhaben bereits mehrfach blockiert. Die Bedenken konzentrieren sich vor allem auf Klima- und Umweltschutz.

Bayer 04 hat seine Pläne mehrfach überarbeitet, um den Einwänden Rechnung zu tragen. Die aktuelle Version ist die kleinste Ausführung, die noch den sportlichen und betrieblichen Anforderungen des Vereins gerecht wird. Sportdirektor Simon Rolfes betont, dass das Projekt für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Clubs entscheidend sei.

Bayer-AG-Vorstandsvorsitzender Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklungen und Entscheidungen zum Campus genau verfolge.

Der Verein besteht darauf, dass der Standort Monheim unverzichtbar sei, um die Trainingsstandards zu halten. Ohne das neue Zentrum warnt Bayer 04 vor Risiken für die Nachwuchsförderung. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den lokalen Behörden.

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