29 June 2026, 12:36

Baukrise hält an: Zementverbrauch auf Rekordtief seit 1945

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Baukrise hält an: Zementverbrauch auf Rekordtief seit 1945

Deutschlands Bausektor bleibt trotz leichter Belebung unter Druck

Obwohl die Bauaktivität zuletzt leicht zugenommen hat, kämpft die Branche weiterhin mit Schwierigkeiten. Zwar stiegen die Baugenehmigungen kürzlich um 10 Prozent, doch insgesamt bleibt die Entwicklung schwach. Der Zementverbrauch ist mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gesunken.

Der Verbrauch des Baustoffs liegt aktuell 30 Prozent unter dem Niveau von 2020. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, sprach von einer „voll ausgeprägten Rezession“ im Baumaterialsektor. Hohe Zinsen und steigende Kosten haben den privaten Wohnungsbau stark gebremst.

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Auch öffentliche Bauvorhaben sowie Investitionen in Büros und Gewerbeimmobilien gingen zurück. Die Bundesregierung hat zwar Milliarden in einem Sonderhaushalt für die Infrastruktur bereitgestellt, doch diese Mittel haben bisher noch keinen spürbaren Aufschwung ausgelöst.

Branchenexperten erwarten nun eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Die bereitgestellten Gelder sollen nach und nach in Projekte fließen und die Branche beleben.

Trotz jüngster politischer Unterstützung bleibt die Bauwirtschaft weiter mit Herausforderungen konfrontiert. Die Zementnachfrage verbleibt auf historisch niedrigem Niveau, und der private Wohnungsbau bleibt schwach. Eine Besserung könnte sich erst im Laufe des Jahres 2024 einstellen, sobald die öffentlichen Ausgaben Wirkung zeigen.

Quelle