27 March 2026, 00:24

Baden-Württembergs Winzer erhalten neue Förderung für nachhaltigen Weinbau durch FAKT II

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Baden-Württembergs Winzer erhalten neue Förderung für nachhaltigen Weinbau durch FAKT II

Weingüter in Baden-Württemberg profitieren von neuem Nachhaltigkeitsprogramm im Rahmen von FAKT II

Weinbauern in Baden-Württemberg können künftig von einer neuen Fördermaßnahme im Rahmen des FAKT-II-Programms profitieren. Die Initiative "Brache im Weinbau (E16)" zielt darauf ab, die Bodenqualität zu verbessern und die biologische Vielfalt zu stärken. Winzer erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie Flächen vorübergehend aus der Produktion nehmen.

Die Maßnahme ist Teil der überarbeiteten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2023–2027, die aktualisierte Subventionen und Umweltauflagen vorsieht. Um förderberechtigt zu sein, müssen Weinbergbesitzer gerodete Flächen stilllegen und eine vorgefertigte, mehrjährige Blühsaatmischung (M3 ) aussäen. Die Aussaatmenge muss zwischen 10 und 12 Kilogramm pro Hektar liegen. Auf den Brachflächen dürfen anschließend weder Düngemittel noch Pestizide eingesetzt werden.

Anträge müssen bis zum 15. Mai 2027 über das Flächennachweis- und Online-Antragssystem (FIONA) eingereicht werden. Zudem müssen Winzer ihre Teilnahme bis zum 31. Mai des Antragsjahres melden. Die maximale förderfähige Fläche pro Betrieb ist auf drei Hektar begrenzt, die Förderung beträgt 2.500 Euro pro Hektar.

Zu den Pflegevorgaben gehört, dass die Flächen mindestens alle zwei Jahre gemäht oder gemulcht werden müssen. Diese Arbeiten dürfen nicht in die Brutzeit von Bodenbrütern fallen und müssen vor dem 16. November abgeschlossen sein. Die Maßnahme unterstreicht das Bestreben Baden-Württembergs, den Weinbau wettbewerbsfähiger zu gestalten und gleichzeitig natürliche Ressourcen zu schonen.

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Das übergeordnete FAKT-II-Programm, das bis 2027 läuft, führt weitere Maßnahmen ein, um eine nachhaltige Weinproduktion zu fördern. Konkrete Zahlen dazu, wie viele Weinbergflächen bereits 2023 über das Programm gefördert wurden, liegen jedoch noch nicht vor.

Die neue Brachregelung soll die Bodenstruktur verbessern, die Artenvielfalt fördern und Weinbauern helfen, sich an klimatische Herausforderungen anzupassen. Durch die vorübergehende Ruhephase lassen sich Erosion verringern und die langfristige Widerstandsfähigkeit der Böden stärken.

Das Programm "Brache im Weinbau" bietet Winzern einen klaren finanziellen Anreiz, umweltschonende Praktiken umzusetzen. Mit strengen Fristen und Pflegevorschriften stellt es sicher, dass die Bracheperioden messbare Vorteile für Boden und Biodiversität bringen. Die Initiative ist Teil einer langfristigen Strategie, um den Weinbau in der Region zukunftsfähig zu machen.

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