09 February 2026, 18:39

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit neuem Japan-Büro und Fokus auf KI und Robotik

Ein Toyota-Autohaus in Tokio, Japan, mit Fahrzeugen, Verkehrskegeln, Menschen, Bäumen, Gebäuden, Namensschildern, Pfosten und einem bewölkten Himmel.

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit neuem Japan-Büro und Fokus auf KI und Robotik

Baden-Württemberg ernennt neuen Wirtschaftsvertreter in Japan, um Beziehungen zu stärken

Baden-Württemberg hat einen neuen Wirtschaftsvertreter in Japan berufen, um die Verbindungen zwischen den beiden Regionen weiter auszubauen. Dr. Lucas Witoslawski, stellvertretender Geschäftsführer der Deutsch-Japanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Japan), übernimmt diese Position. Der Schritt knüpft an Jahrzehnte enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit an, die seit 1989 durch eine formelle Partnerschaft institutionalisiert ist.

Das Büro wird sich darauf konzentrieren, die Kooperation in Schlüsselsektoren zu intensivieren und gleichzeitig mittelständische Unternehmen (KMU) beim Markteintritt in Japan zu unterstützen.

Die Wirtschaftsvertretung wird sich auf wachstumsstarke Branchen wie Mobilität, Robotik und künstliche Intelligenz richten. Auch erneuerbare Energien, Klimatechnologien und Gesundheitswesen stehen im Fokus. Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und Vorreiter in forschungsgetriebener Innovation ist Japan ein strategisch wichtiger Partner für Baden-Württemberg.

Victor Arnhold, Berater der AHK Japan, übernimmt die Rolle eines Innovation Scouts. Seine Aufgabe besteht darin, die japanische Technologielandschaft zu beobachten, um Chancen für Unternehmen aus Baden-Württemberg zu identifizieren. Zudem wird das Büro Potenziale in den Bereichen Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien sowie im dynamischen Start-up-Ökosystem Japans ausloten.

Der Handel zwischen den beiden Regionen wächst stetig. Im Geschäftsjahr 2024/2025 stiegen die Exporte Baden-Württembergs nach Japan um 6,8 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Trotz dieser Fortschritte sind seit dem Inkrafttreten des EU-Japan-Wirtschaftspartnerschaftsabkommens 2019 keine konkreten Projekte oder Vereinbarungen entstanden.

Das neue Büro zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen durch die Förderung von Innovation und die Unterstützung von KMU zu vertiefen. Mit Fokus auf zukunftsweisende Sektoren wird die Vertretung nach konkreten Partnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen suchen. Der Handel Baden-Württembergs mit Japan expandiert weiterhin – ein Zeichen für das langfristige Engagement der Region in der Zusammenarbeit.