Baden-Württemberg stärkt grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Schweiz durch neue Strategie
Hans-Josef BeckmannBaden-Württemberg stärkt grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Schweiz durch neue Strategie
Baden-Württemberg hat seine Schweiz-Strategie aktualisiert, um die Beziehungen zum Nachbarland zu vertiefen. Der neue Plan konzentriert sich auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung. Behördenvertreter betonen, dass dieser Schritt die Rolle der Region als Brücke zwischen der Schweiz und der Europäischen Union stärkt.
Der Landesregierung wurde die überarbeitete Strategie am 8. Juli 2025 vorgelegt. Sie schafft einen klaren politischen Rahmen für eine engere Kooperation entlang der gemeinsamen Grenze. Schwerpunkte sind wirtschaftliche Partnerschaften, wissenschaftliche Forschung sowie nachhaltige Mobilität.
Aktuell laufen Bestrebungen, die grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Arbeitsmärkte auszubauen. Baden-Württemberg arbeitet zudem mit Schweizer Partnern im Bereich Künstliche Intelligenz zusammen, auch wenn konkrete gemeinsame Projekte noch nicht bekannt gegeben wurden. Demokratie und zivilgesellschaftlicher Dialog bleiben Prioritäten – die Schweiz gilt als wichtiger Verbündeter bei gemeinsamen Werten.
Im Bereich nachhaltiger Verkehr wird die Hochrheinbahn bis 2027 vollständig elektrifiziert. Dadurch entsteht eine direkte Expressverbindung zwischen Basel und St. Gallen. Ein weiteres Großprojekt ist der Bau einer Wasserstoff-Pipeline, die an das Schweizer Netz angebunden werden soll und so eine gemeinsame Wasserstoffwirtschaft entlang des Hochrheins fördert.
Staatssekretär Florian Haßler unterstrich die Bedeutung der Schweizer Beteiligung am EU-Forschungsprogramm Horizon Europe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hob die langjährige Partnerschaft in Wissenschaft und Technologie als entscheidend für beide Regionen hervor.
Die aktualisierte Strategie zielt darauf ab, grenzüberschreitende Lebens- und Arbeitsräume zu stärken. Zudem fördert sie gemeinsame Vorhaben in den Bereichen Mobilität, Energie und Innovation. Zwar befinden sich konkrete Initiativen zu KI und Wasserstoff noch in der Anfangsphase, doch der Rahmen schafft eine solide Grundlage für die künftige Zusammenarbeit.






