Baden-Württemberg rutscht auf vorletzten Platz beim Wirtschaftswachstum ab
Hans-Josef BeckmannBaden-Württemberg rutscht auf vorletzten Platz beim Wirtschaftswachstum ab
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren in Folge mit Rückgängen – 2023 sank die Leistung erneut. Das Bundesland belegt nun den vorletzten Platz unter den deutschen Ländern beim Wirtschaftswachstum. Zwar verzeichneten einige Branchen leichte Zuwächse, doch die meisten Bereiche mussten Rückgänge oder Stagnation hinnehmen.
Im vergangenen Jahr erbrachte das Land Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro. Dennoch schrumpfte die Wirtschaft real um 2,6 Prozent – ein stärkerer Rückgang als im Bundesschnitt. Nur das Saarland schnitt mit einem Minus von 0,9 Prozent noch schlechter ab.
Ein kleiner Lichtblick war der Dienstleistungssektor, der um 0,4 Prozent wuchs. Doch der Bausektor zog sich weiter zurück und verschärfte die allgemeinen Schwächen. Spitzenreiter beim Wachstum war mit etwa 1,4 Prozent Mecklenburg-Vorpommern – ein deutlicher Kontrast.
Bundesweit stieg die Arbeitslosigkeit Anfang 2026 auf über drei Millionen, seitdem stagniert der Arbeitsmarkt. Vergleichszahlen speziell für Baden-Württemberg lagen jedoch nicht vor.
Mit einem Anteil von nahezu 15 Prozent an der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung bleibt Baden-Württemberg zwar ein wichtiger Standort. Doch die dreijährige Rezession hat das Land hinter die meisten anderen Regionen zurückfallen lassen. Die gemischten Ergebnisse – mit leichten Gewinnen im Dienstleistungsbereich, aber breiten Rückgängen – spiegeln die anhaltenden Herausforderungen für die Industrie des Landes wider.






