19 March 2026, 20:21

Baden-Württemberg macht Wälder fit für Dürren und Starkregen

Diagramm eines Waldes mit verschiedenen Wasserständen in Bäumen und Pflanzen sowie begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg macht Wälder fit für Dürren und Starkregen

Wälder spielen eine entscheidende Rolle bei der Wasserregulierung – besonders angesichts des Klimawandels, der häufigere Dürren und Extremregen mit sich bringt. Sie wirken wie natürliche Schwämme: Sie nehmen Regenwasser auf und geben es langsam wieder ab, um Überschwemmungen und Erosion vorzubeugen. Nun geht Baden-Württemberg voran und gestaltet Wälder zu klimaresistenten Räumen um, die den Wasserhaushalt besser steuern können.

Wälder schützen auf natürliche Weise vor Starkregen, indem sie Wasser speichern und nach und nach freisetzen. Dieser langsame Prozess verringert den Oberflächenabfluss, beugt Bodenerosion vor und senkt das Risiko von Sturzfluten in nahegelegenen Ortschaften. Gleichzeitig wird das durch den Waldboden sickernde Wasser gefiltert und speist so sauberes Grundwasser.

Doch Wälder leisten noch mehr: Durch die Verdunstung von Wasser über die Blätter kühlen sie die Luft und bieten an heißen Sommertagen Erleichterung. Sie beeinflussen sogar lokale Wetterphänomene, indem sie die Wolkenbildung und Niederschläge fördern.

Um diese Effekte zu verstärken, führt das Forstliche Forschungs- und Kompetenzzentrum Baden-Württemberg in ganz Land Modellprojekte durch. Dazu gehören etwa wasserdurchlässige Querungen entlang von Waldwegen, die Feuchtigkeit länger halten sollen. Im Mittelpunkt steht die Schaffung strukturreicher Mischwälder – vor allem Laubwälder –, da diese den Wasserhaushalt am besten ausgleichen können.

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Kein anderes Bundesland hat bisher vergleichbare Initiativen gestartet. Die Projekte in Baden-Württemberg werden genau beobachtet, um ihre Wirksamkeit und mögliche Übertragbarkeit auf andere Regionen zu prüfen.

Der Druck, Wälder an den Klimawandel anzupassen, wächst mit steigenden Temperaturen und unberechenbareren Wetterlagen. Die Pilotvorhaben in Baden-Württemberg sollen beweisen, dass klimaresistente Wälder Dürren und Starkregen besser bewältigen können. Gelingen die Maßnahmen, könnten sie als Vorbild für andere Regionen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Quelle