Baden-Württemberg investiert 24 Millionen Euro in globale Spitzenforschung bis 2030
Hans-Josef BeckmannBaden-Württemberg investiert 24 Millionen Euro in globale Spitzenforschung bis 2030
Baden-Württemberg hat eine 24-Millionen-Euro-Initiative gestartet, um seine Position als globaler Wissenschaftsstandort zu stärken. Das unter dem Namen Globale Wissenschaftspartnerschaft vorgestellte Programm wurde am 23. September 2025 von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski präsentiert. Ziel ist es, führende Forscherinnen und Forscher aus aller Welt anzuziehen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Spitzeninstitutionen wie der Harvard University auszubauen.
Die Initiative umfasst drei zentrale Förderprogramme. Das Programm für Globale Professuren unterstützt Hochschulen dabei, internationale Spitzenwissenschaftler mit attraktiven Stellenangeboten zu gewinnen. Das Globale Stipendienprogramm ermöglicht Nachwuchsforschenden Forschungsaufenthalte an den Landesinstituten für fortgeschrittene Studien. Das Programm für Globale Institutionen hingegen vertieft die Kooperation zwischen der Universität Heidelberg und Harvard – unter anderem durch gemeinsame Forschungsaufenthalte und die Einrichtung eines Innovationszentrums.
Die Partnerschaft mit Harvard gilt als strategischer Schritt. Vertreter der Landesregierung bezeichneten sie als Modell für künftige transatlantische Wissenschaftskooperationen. Zwar wurden noch keine konkreten Forschungsprojekte bekannt gegeben, doch soll die Initiative Baden-Württemberg als Vorreiter in der globalen Forschung etablieren.
Kretschmann und Olschowski stellten die Pläne dem Kabinett in Stuttgart vor. Das Förderpaket richtet sich sowohl an etablierte als auch an aufstrebende Forscher und soll den Ruf der Region als Exzellenzstandort für Wissenschaft weiter festigen.
Die 24 Millionen Euro fließen in Forschungsaufenthalte, Professuren und institutionelle Partnerschaften. Baden-Württemberg erhofft sich von der Initiative die Gewinnung hochkarätiger Talente sowie eine Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit. Die Universitäten des Landes – allen voran Heidelberg – werden dabei eine zentrale Rolle spielen.






