11 April 2026, 00:26

Baden-Württemberg fördert Solarprojekte an Lärmschutzwällen und Verkehrsflächen mit 724.000 Euro

Luftbild einer Solar-Farm mit Panelen, einem Zug auf einer Schiene, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser.

Baden-Württemberg fördert Solarprojekte an Lärmschutzwällen und Verkehrsflächen mit 724.000 Euro

Vier neue Solarprojekte in Baden-Württemberg erhalten Fördergelder aus der jüngsten grünen Energieinitiative des Landes. Die Vorhaben sollen Lärmschutzwälle und Verkehrsinfrastrukturen in Quellen für erneuerbare Energien verwandeln. Insgesamt wurden 724.000 Euro für die ausgewählten Projekte im Rahmen des Programms "Doppelnutzung von Flächen: Solarstrom an Mobilitätsinfrastrukturen" bereitgestellt.

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Das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und den Energiesektor gab die Zuschüsse im Rahmen einer breiter angelegten Förderoffensive in Höhe von 4 Millionen Euro bekannt, die darauf abzielt, Solaranlagen mit Verkehrsstandorten zu verknüpfen. Alle Projekte müssen bis November 2025 ans Stromnetz angeschlossen sein.

In Ladenburg wird die Bürgerinitiative Pro Solar Ladenburg (BIPLA) eine 345-Kilowatt-Solaranlage entlang der Bahnstrecke zwischen Ladenburg und Heddesheim errichten. Die Initiative erhielt 120.000 Euro, um Solarmodule an einem bestehenden Lärmschutzwall zu installieren.

In der Nähe von Offenburg plant die Bürger Energie Ortenau eG, rund 700 Solarmodule am Lärmschutzwall der Bundesstraße B33 anzubringen. Die Anlage, die voraussichtlich 290 Kilowatt erzeugen wird, wurde mit etwa 160.000 Euro gefördert.

Wendlingen am Neckar nutzt seinen Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro für den Bau einer 155-Kilowatt-Photovoltaikanlage an einem neuen, mit Solarpaneelen ausgestatteten Lärmschutzwall der Autobahn A8. Unterdessen wird die Rhein-Neckar GmbH mit den verbleibenden 144.000 Euro ein 300-Kilowatt-Solarsystem auf dem Dach ihres Wasserstoffbus-Depots in Heidelberg errichten.

Die vier Projekte erweitern die Kapazitäten für erneuerbare Energien an bestehender Verkehrsinfrastruktur. Sobald sie in Betrieb sind, sollen sie Strom ins Netz einspeisen und gleichzeitig bisher ungenutzte Flächen sinnvoll nutzen. Alle Anlagen müssen bis Ende November 2025 fertiggestellt und ans Netz angeschlossen sein.

Quelle