22 March 2026, 08:22

Baden-Württemberg fördert gefährdete Forscher:innen mit Millionen-Stipendienprogramm

Eine Europakarte, die die Europäische Journalisten-Föderation (EFJ) in Blau hervorhebt, mit zusätzlichen Textdetails.

Baden-Württemberg fördert gefährdete Forscher:innen mit Millionen-Stipendienprogramm

Ein neues Stipendienprogramm mit einem Volumen von 3,6 Millionen Euro wird Nachwuchswissenschaftler:innen unterstützen, die in ihren Herkunftsländern mit Einschränkungen konfrontiert sind. Finanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, bietet die Initiative temporäre Stellen an drei führenden Universitäten der Region an. Ziel ist es, Postdoktorand:innen die nötige Zeit und Ressourcen zu geben, um ihre Arbeit eigenständig voranzutreiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Global Fellowship Program wurde im Rahmen des Förderpakets "Globale Partnerschaft in der Wissenschaft" ins Leben gerufen, das der Landtag im September 2025 bewilligt hatte. Die übergeordnete Initiative stellt rund 24 Millionen Euro bereit, um die internationale Forschungszusammenarbeit zu stärken. Für das Stipendienprogramm selbst fließen 3,6 Millionen Euro in die Schaffung von bis zu 14 Gaststellen.

Drei renommierte Einrichtungen werden das Programm tragen: das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), das Future Collegium der Universität Konstanz sowie das College of Fellows (CoF) an der Universität Tübingen. Diese Zentren bieten den Geförderten akademische Freiheit und Zugang zu Forschungseinrichtungen. Die ersten Stipendiat:innen könnten bereits im Frühjahr 2026 ihre Arbeit aufnehmen.

Ein Netzwerk von über 20 deutschen Institutes for Advanced Studies hatte sich für das Programm eingesetzt und Ministerien sowie Stiftungen aufgefordert, gefährdete Forscher:innen zu unterstützen. Die Stipendien sollen es Wissenschaftler:innen ermöglichen, ihre Projekte fortzuführen und gleichzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln. Ähnliche Initiativen wie das HITS Independent Postdoc Program in Heidelberg fördern bereits den globalen akademischen Austausch.

Die Maßnahme wird ausgewählten Forscher:innen ermöglichen, ihre Studien ohne Unterbrechung fortzusetzen. Durch strukturierte Unterstützung und institutionelle Rückendeckung festigt das Programm die Rolle Baden-Württembergs in der globalen Forschungslandschaft. Zudem eröffnen sich den Stipendiat:innen durch internationale Vernetzung und Kooperationen neue Karrierechancen.

Quelle