03 January 2026, 06:39

Baden-Württemberg entwickelt umweltfreundliche Stromspeicherzellen der Zukunft

Ein Geschäft mit Fahrrädern, einem Pfahl und einem Feuerlöscher davor.

Baden-Württemberg entwickelt umweltfreundliche Stromspeicherzellen der Zukunft

Neues Projekt zur Entwicklung fortschrittlicher Stromspeicherzellen für Baden-Württemberg gestartet

In Baden-Württemberg hat ein neues Vorhaben zur Entwicklung hochmoderner Stromspeicherzellen für die private Energiespeicherung begonnen. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) leitet die Initiative, die mit zwei Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert wird. Ziel ist es, bis Ende 2028 nachhaltigere und effizientere Stromspeicherzellen zu entwickeln.

Das Projekt mit dem Namen "Nachhaltige Hochenergie-Rundzelle für Baden-Württemberg" konzentriert sich auf die Herstellung umweltfreundlicher zylindrischer Stromspeicherzellen. Die Forscher streben eine Skalierung der Produktion an, bei der gleichzeitig Kosten und Umweltbelastungen gesenkt werden. Eine zentrale Innovation besteht darin, fehlerhafte Beschichtungen bereits während der Fertigung zu reparieren, um Ausschuss durch Ablösungen zu verringern.

Die neuen Zellen sollen eine Kathode aus Lithium-Mangan-Eisenphosphat (LMFP) nutzen und damit auf giftige Materialien wie Nickel und Kobalt verzichten. Auch schädliche Substanzen in Elektrolyt und Bindemittel werden eliminiert, was das Verfahren sicherer und umweltschonender macht. Als assoziierter Partner unterstützt die Varta Microbattery GmbH das Projekt. Die Förderung stammt aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg; die Arbeiten laufen bis zum 31. Dezember 2028. Die Leitung obliegt dem IPA unter der Verantwortung von Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, wobei der konkrete Leiter der Abteilung Batteriesysteme bisher nicht öffentlich genannt wurde.

Das Projekt könnte die Stromspeichertechnologie revolutionieren, indem es sauberere und kostengünstigere Stromspeicherproduktion ermöglicht. Bei Erfolg ließe sich die Abhängigkeit von schädlichen Materialien verringern, während gleichzeitig die Effizienz steigt. Erste kommerzielle Anwendungen werden bis Ende 2028 erwartet.