Audi Neckarsulm kämpft um seine Zukunft mit neuen Modellen und Arbeitsplatzgarantien
Brigitta SchülerAudi Neckarsulm kämpft um seine Zukunft mit neuen Modellen und Arbeitsplatzgarantien
Audis Werk in Neckarsulm steht unter Druck, neue Modelle zu erhalten, um seine Zukunft zu sichern. Der Betriebsrat fordert zusätzliche Fahrzeuge, darunter ein SUV und ein Modell mit alternativem Antrieb für höhere Stückzahlen. Gleichzeitig trat Anfang Oktober eine neue Vereinbarung zum mobilen Arbeiten in Kraft.
Der Betriebsrat von Audi drängt die Unternehmensführung, am Standort Neckarsulm neue Modelle einzuführen. Mit 16.000 Beschäftigten braucht das Werk neue Produktionslinien, um Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Konkrete Wünsche sind ein SUV sowie ein Fahrzeug mit alternativem Antriebskonzept.
Betriebsratsmitglied Michael Christ betonte die Notwendigkeit einer besseren Infrastruktur und einer frühzeitigeren Einbindung in strategische Entscheidungen. Zudem forderte er mehr Unterstützung bei der Entwicklung von Brennstoffzellen – ein Bereich, in dem das Werk eine Führungsrolle anstrebt. Begrüßt wurde vom Betriebsrat auch die Umbenennung der quattro GmbH in Audi Sport, die weiterhin in Neckarsulm ansässig bleibt.
Audi-Chef Rupert Stadler reagierte mit dem Vorschlag, eine Allianz unter dem Namen Audi Future mit dem Betriebsrat zu bilden. Er unterstrich die Bedeutung einer sorgfältigen Planung für die Modelloffensive in den Jahren 2017 und 2018. Gleichzeitig machte Stadler deutlich, dass der Erhalt der qualifizierten Belegschaft oberste Priorität habe.
Die neue Regelung zum mobilen Arbeiten ist nun in Kraft getreten und spiegelt die veränderten Arbeitsbedingungen wider. Während der Betriebsrat weiter auf eine Modellvielfalt pocht, setzt die Unternehmensführung auf langfristige Planung. Beide Seiten sind sich jedoch einig: Arbeitsplätze und Fachwissen am Standort Neckarsulm müssen gesichert werden.






